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Brégerie köpft Dynamo Dresden zum 3:1-Derbysieg gegen Erzgebirge Aue

Brégerie köpft Dynamo Dresden zum 3:1-Derbysieg gegen Erzgebirge Aue

Solche Geschichten schreibt nur der Fußball: Am Mittwoch noch hatte er mit einem Eigentor die 0:1-Niederlage bei Hertha BSC eingeleitet, am Sonntag köpfte Romain Brégerie zweimal ins richtige Netz und stellte im Sachsenderby gegen Erzgebirge Aue die Weichen auf Sieg.

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Romain Bregerie (Mitte hinten) trifft gegen Aues Torwart Martin Männel (vorn) zum 1:0.

Quelle: Thomas Eisenhuth dpa

Am Ende gewann Dynamo Dresden das 103. Kräftemessen mit den "Veilchen" mit 3:1 (2:0).

Vor 29.161 Zuschauern im seit Tagen ausverkauften Glücksgas-Stadion brachte Dynamo-Trainer Ralf Loose erstmals in dieser Saison Ex-Kapitän Cristian Fiel von Beginn an und sah sich schnell in seiner Entscheidung bestätigt. Der Spanier, am Mittwoch erst zur Halbzeit eingewechselt, war im Mittelfeld sehr präsent, stets anspielbereit und übernahm auch die Standards. So sorgte er schon nach acht Minuten für Gefahr: Einen Freistoß des Routiniers konnte Aues Keeper Martin Männel nur zur Seite abwehren, Robert Koch schoss sofort und Mickael Poté vefehlte mit einem Hackentrick das linke untere Eck nur haarscharf.

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Der Dresdner Trainer Ralf Loose schaut zufrieden.

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Nach zwei guten Chancen für die Gäste - Jakub Sylvestr verzog knapp (9.) und Thomas Paulus schoss nach einer Ecke vorbei (13.) - probierte es Fiel auch mal selbst aus der Distanz, der Ball flog aber weit über den Kasten (18.). Dann trat "Fielo" erneut einen Freistoß genau auf den Kopf von Brégerie und der Franzose nickte ein (24.). Euphorisiert drehte der Innenverteidiger ab, küsste das Dynamo-Emblem auf seinem Trikot und jubelte mit den Fans im K-Block. Und nur vier Minuten später - Paulus hatte auf der Gegenseite nach einer Ecke nur die Lattenoberkante getroffen (25.) - durfte Brégerie gleich sein zweites Saisontor (vom Eigentor gegen Hertha abgesehen) feiern: Diesmal hatte Fiel eine Ecke von links hereingegeben, Brégerie die Kugel erneut wuchtig unter die Latte geköpft. Männel hatte keine Abwehrchance gegen den scharfen Ball aus wenigen Metern. Welch ein Auftakt für Dynamo, welch ein Auftakt für Mittwoch-Pechvogel Brégerie und den von Loose lange nicht berücksichtigten Fiel!

Dynamo hätte bis zur Pause den Sack zumachen können, doch Filip Trojan, der diesmal als zweite Spitze agierte, brachte den ihm von Poté aufgelegten Ball nicht im Tor unter, Männel bekam den rechten Fuß noch an die Kugel (40.). Aber auch ohne die Vorentscheidung waren die Anhänger beim Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Christian Bandurski aus Essen hochzufrieden.

Die zweite Halbzeit begann nicht so furios, Dynamo brauchte mit der Führung auch kein Risiko einzugehen. Und die Schwarz-Gelben blieben auf der Siegerstraße, denn Aue schwächte sich selbst. Nach einem Foul von Ex-Dynamo Halil Savran an Anthony Losilla gab es Rudelbildung, und der schon mit Gelb belastete Kevin Schlitte musste nach einem Schubser gegen Fiel mit der Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche (61.). Gefährlich wurde es für Dynamo erst wieder bei einem verunglückten Kopfball von Poté, den Benjamin Kirsten aber noch abwehren konnte (64.). Der für Idir Ouali eingewechselte Lynel Kitambala legte dann auf der Gegenseite für Trojan auf, doch der Tscheche drosch über den Ball (72.), bevor Kitambala es nach schönem Querpass von Koch selbst probierte, aber an der Querlatte scheiterte (73.).

Aue gab sich bis zuletzt nicht geschlagen, kämpfte verbissen um den Anschluss, doch auch der eingewechselte Sturmtank Ronny König konnte Kirsten nicht überwinden (77.). Dynamo ließ am eigenen Strafraum nur noch wenig zu und wartete auf Konter. Spannend wurde es erst noch einmal, als Sylvestr abzog und mit der Pike ins rechte Eck traf (83.). Wütend fluchte Kirsten, der sich sehnlichst gewünscht hatte, endlich einmal zu null zu spielen. Das interessierte außer ihm alsbald niemanden mehr, denn Joker Tobias Jänicke machte mit seinem ersten Saisontor, einem schönen Fernschuss ins lange Eck, alles klar (89.). Zwei Minuten wurde noch nachgespielt - es war das Warm up für den grenzenlosen Jubel, der nach Bandurskis Abpfiff im Dynamo-Lager ausbrach. Die Auer hingegen schlichen enttäuscht vom Platz, Trainer Karsten Baumann muss nun mehr denn je um seinen Job bangen. Hämisch riefen die Dynamo-Fans: "Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen!" Ansonsten blieb es ruhig, wurden zunächst keinerlei Auseinandersetzungen zwischen den Fanlagern bekannt. Ein rundum gelungenes Sachsenderby - zumindest aus Dresdner Sicht.

Dynamo: Kirsten - Gueye, Brégerie, Savic, Schuppan - Losilla, Fiel - Koch, Oauli (68. Kitambala) - Trojan (75. Jänicke) - Poté (90. Sliskovic)Tore: 1:0, 2:0 Brégerie (24.,28.), 2:1 Sylvestr (83.), 3:1 Jänicke (89.)

Gelb-Rot: Schlitte (Aue/61.)

Jochen Leimert

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