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Borea-Sportdirektor Thomas Baron: "Mit einer jungen Truppe unsere Philosophie umsetzen"

Borea-Sportdirektor Thomas Baron: "Mit einer jungen Truppe unsere Philosophie umsetzen"

Die Sachsenliga-Männer des SC Borea Dresden stehen seit langem als Absteiger in die Bezirksliga fest und mussten teils deftige Pleiten quittieren. Trainer André Müller warf im Herbst das Handtuch, Nachfolger Kay Mattheß wurde kurz vor Weihnachten gleich wieder beurlaubt.

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Thomas Baron

Quelle: Lutz Hentschel

Dagegen schafften die A- und die B-Junioren vorzeitig als Landesmeister den Sprung in die Relegation zur Regionalliga. Kurz vor Saisonschluss sprach die DNN mit Sportdirektor Thomas Baron. Über ein Resümee und einen Ausblick auf das nächste Spieljahr will der 55-Jährige jedoch erst in ein paar Wochen reden.

Frage: Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu den Erfolgen der Junioren. B1-Trainer Thomas Klippel trifft mit seinen Jungs in der Relegation auf Brandenburg-Champion SV Babelsberg. Steht der Kontrahent Ihrer A-Junioren schon fest?

Thomas Baron: Höchstwahrscheinlich der SFC Stern 1990. Aber die haben, so viel ich weiß, noch ein Spiel in der 1. Verbandsliga Berlin zu bestreiten.

Wollen sich die Männer in den verbleibenden Begegnungen ordentlich verabschieden?

Wir wollen in jedem Spiel ordentlich auftreten und haben das auch bewiesen. Allerdings machen das die Resultate nicht so sichtbar. Eine ordentliche Leistung wurde uns jedoch meist von unseren Gegnern bescheinigt. Es ging darum, mit einer jungen Truppe eine bestimmte Philosophie umzusetzen und sich bestmöglich zu präsentieren.

Im Januar avisierte der Vorstand für die zweite Halbserie den Antritt eines Trainer-Triumvirats mit Ihnen, dem polnischen Nachwuchscoach Antoni Jelen, der auch mal im Jägerpark aktiv war, und André Müllers ehemaligen Assistenten Thomas Lauke. Das Amt haben Sie jedoch allein ausgeübt.

Haben Sie die beiden anderen jemals bei einem Spiel gesehen? Thomas Lauke hat bereits vor zwei Monaten gekündigt, und Toni Jelen, der sich aus alter Freundschaft bereiterklärt hatte, war zeitlich nicht in der Lage. Ich kenne ihn lange genug und wollte ihm nicht jedes Mal die 400 Kilometer Anmarsch zumuten. Das Ganze war eine Geschichte, die sich als nicht praktikabel erwiesen hat. Wenn auch mit guter Absicht, ist man zu sehr von der Theorie ausgegangen. Ich hatte klar versprochen, ich bin mit Einsatz dabei. Es geht nicht um Prestige, sondern einzig und allein um die jungen Spieler und den Verein.

Toni Jelen hatte drei Spieler vom LKS Naprzod Czyzowice mitgebracht: Szymon Waideman, der es immerhin auf zehn Einsätze brachte, Konrad Rybak (acht Mal aufgeboten) sowie Lukasz Janeta, der zwei Mal das Tor hütete. Wo sind sie abgeblieben?

Der eine war verletzt, auf die beiden anderen habe ich in den letzten Spielen verzichtet - wegen der weiten Anreise und, weil sie uns sportlich wenig helfen konnten, bei Doppelansetzungen von Männern und Junioren schon, da waren sie zur Stelle. Wir haben das mit eigenen Leuten in die Reihe gebracht.

Es war im gewissen Sinne ein Seuchenjahr - mit zwei Trainerwechseln, zahlreichen Winterabgängen, der Doppelbelastung für die Junioren.

Ein Resümee bin ich gern bereit, am Saisonende zu ziehen. Jetzt wollen wir die restlichen Spiele ordentlich über die Bühne bringen und uns mit den Junioren auf die Relegation vorbereiten. Es geht nicht nur um die Männermannschaft, den Schwerpunkt setzen wir darauf, den Nachwuchs, mit dem wir einen Riesenschritt vollzogen haben, zu stabilisieren. Alles andere ist im Moment unwichtig.

Werden Sie in der Bezirksliga einen Neustart mit dem Ziel Wiederaufstieg wagen?

Auf die kommende Saison werfe ich noch gar keinen Blick. Jetzt sollte man mir erst mal Zeit lassen. Wenn die Relegation vorbei ist, können wir - stundenlang - miteinander reden. Wiederaufstiegsgedanken sind gegenwärtig Schwachsinn. Parallel führen wir natürlich Gespräche. Drei A-Junioren würden aufrücken: Felix Graage, Laurin Michaelis, der allerdings in die USA geht, und Lukas Prenner, der gegen Bischofswerda sein Abschiedsspiel vor seiner Rückkehr nach Kanada absolviert hat, dazu Patrick Wocko und Moritz Meißner. Was mit den fünf vorhandenen Männerspielern wird, weiß ich noch nicht genau.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.06.2013

Interview: Günther Frank

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