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Bob-WM in der Schweiz: Cathleen Martini vertraut auf ihr "Popometer"

Bob-WM in der Schweiz: Cathleen Martini vertraut auf ihr "Popometer"

Bei der Eröffnungsfeier in Celerina holten sich die deutschen Bob-Damen gestern Abend bei eisigen 15 Grad unter Null kalte Füße. Deshalb verzogen sie sich nach dem Feuerwerk schnell ins warme Quartier.

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Anschieberin Franziska Fritz (l.) und Pilotin Miriam Wagner (beide Riesa) bereiten ihren Sachsenbob auf den scharfen Start in St. Moritz vor.

Quelle: Astrid Hofmann

Moritz. Denn heute um 10 Uhr wollen sie topfit sein, wenn auf der "größten Schnee-Skulptur der Welt" im schweizerischen St. Moritz der Startschuss für die Bob-Weltmeisterschaft fällt.

Beim Abschlusstraining auf der 1722 Meter langen Natur-Eisschlange präsentierte sich das deutsche Damen-Quartett in sehr guter Verfassung. Vor allem die aus Geising stammende "Altmeisterin" Sandra Kiriasis (Hochsauerland) bewies mit der schnellsten Fuhre des Tages, dass sie zu den Top-Favoritinnen gehört. Dreimal schon stand die 38-Jährige bei Weltmeisterschaften ganz oben auf dem Treppchen. "Natürlich erinnere ich mich an die WM 2007 hier im Oberengadin besonders gern", gibt die Olympiasiegerin von 2006 zu. Schließlich gewann sie damals mit Anschieberin Romy Logsch mit 2,05 Sekunden Vorsprung auf Teamgefährtin Cathleen Martini und feierte damit den überlegensten Erfolg in der WM-Geschichte der Frauen.

Mit der Oberhoferin Franziska Bertels hat sie in diesem Jahr nach dem Ausfall von Petra Lammert eine starke Anschieberin gefunden, mit der sie zuletzt in Innsbruck ihren ersten Weltcup-Sieg der Saison und den sechsten EM-Titel ihrer Karriere erkämpfte. Jetzt greift das neuformierte Duo auch nach WM-Gold.

Doch neben der kanadischen Titelverteidigerin Kaillie Humphries und der US-Amerikanerin Elena Meyers muss Kiriasis vor allem die Konkurrenz aus dem eigenen Lager fürchten. Die Er-furterin Anja Schneiderheinze, die mit Lisette Thöne (Winterberg) an den Start geht, landete im vergangenen Jahr ihren zweiten Weltcup-Sieg genau auf dieser Bahn und zeigte auch im Training, dass mit ihr zu rechnen ist. Die Oberbärenburger Ex-Weltmeisterin Cathleen Martini haderte nach den Plätzen fünf und sechs im gestrigen Abschlusstraining ein wenig mit sich. "Eigentlich ist ja alles ganz einfach. Ich muss nur mein Popometer einschalten, also auf mein Gefühl hören, und den Schlitten laufen lassen", wollte sich die 30-Jährige, die mit Stephanie Schneider (Meiningen) ins Rennen geht, nicht festlegen. Die Vorjahresvierte hat schon oft bewiesen, dass sie sich im Wettkampf steigern kann.

Ihr WM-Debüt feiern die Riesaer Juniorenweltmeisterin Miriam Wagner und ihre Anschieberin Franziska Fritz. Das Duo hat unter Trainer Gerd Leopold in diesem Winter einen Sprung nach vorn gemacht. "Er schreibt uns nicht nur die Athletikpläne, er ist auch Mentaltrainer, hält uns den Rücken frei und findet in jeder Situation das richtige Wort", schwärmt die aus Gößnitz stammende ehemalige Dreispringerin Miriam Wagner. Die 23-Jährige und ihre ein Jahr jüngere Teamgefährtin wollen deshalb vor allem ihren Trainer "stolz machen". Leopold, der heute zum Wettkampf seiner Schützlinge anreist, meint: "Wenn sie unter die Top-Ten fahren, wäre das eine starke Leistung."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.01.2013

Astrid Hofmann

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