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Bob-Champion Francesco Friedrich: Meine Familie gibt mir Kraft

Wintersport Bob-Champion Francesco Friedrich: Meine Familie gibt mir Kraft

Es war ein perfekter Sommer für Francesco Friedrich. Sohn Karl erblickte das Licht der Welt, das neue Haus in Pirna wurde gebaut, und endlich blieb er auch mal verletzungsfrei. Seelenruhig kann sich der dreimalige Zweierbob-Weltmeister jetzt auf die nächsten Höhepunkte seiner Karriere vorbereiten.

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Quelle: dpa

Pirna. Es war ein perfekter Sommer für Francesco Friedrich. Sohn Karl erblickte das Licht der Welt, das neue Haus in Pirna wurde gebaut, und endlich blieb er auch mal verletzungsfrei. Seelenruhig kann sich der dreimalige Zweierbob-Weltmeister jetzt auf die nächsten Höhepunkte seiner Karriere vorbereiten. „Meine Familie gibt mir unglaublich viel Kraft“, meinte der Pirnaer vor dem ersten Weltcup-Rennen am Samstag in Whistler. Zur besinnlichen Adventszeit ist er wieder daheim, denn den zweiten Weltcup in Lake Placid lassen die Deutschen aus.

Zudem war es auch ein Vorteil, dass Friedrich Ende Oktober als einer der wenigen Piloten im Weltcupzirkus schon auf der Olympia-Bahn 2018 in Pyeongchang fahren durfte. „Dadurch haben ich mit die meisten Fahrten bis zu den olympischen Rennen in zwei Jahren“, meinte der 26 Jahre alte Sachse.

Die 1376 Meter lange Bahn im „Alpensia Sliding Centre“, die von der Stuttgarter Deyle Gruppe geplant und vom Industrie-Konzern Daelim gebaut wurde, gilt als die modernste der Welt - die erste mit LED-Licht. Erst nach der Bob- und Skeleton-WM in Sotschi findet Mitte März das Weltcup-Finale in Südkorea statt.

Daher gilt die Konzentration vorerst der Hochgeschwindigkeitsbahn in Whistler, die mit der berüchtigten Kurve 13 („Fifty-Fifty“) immer noch ein enorm hohes Sturzrisiko birgt. Im Vorjahr durften auf der Olympia-Bahn von 2010, wo der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili tödlich verunglückte, nur die Zweierbobs im Weltcup-Rennen fahren. Friedrich und Vereinskollege Nico Walther sprachen damals von einem „Baby-Weltcup“.

Pilot Johannes Lochner feierte im Training gerade sein Debüt auf dieser Bahn. „Er ist aber gleich mit vollem Risiko von oben gefahren“, meinte Cheftrainer René Spies. Die Zielstellung ist klar: „Wir wollen bei den Männer ganz klar vorne mitfahren.“

Das gilt nicht für die Frauen. Bahndebütantin Stephanie Schneider „erarbeitete“ sich die riskante Piste von Kurve drei abwärts, musste am Donnerstag aber wegen einer Schulterverletzung kurzfristig absagen. Mariama Jamanka, die schon in der vergangenen Saison in Whistler fuhr, will vor allem heil durchkommen.

Nach dem Lufthansa-Pilotenstreik kamen alle deutschen Weltcup-Starter pünktlich zu den Trainingsläufen an. Pech bei den Umbuchungen hatte nur Friedrich. Nachdem er Anfang des Monats schon die lange Reise von Pyeongchang verkraften musste, kam er erst nach 30 Stunden in Vancouver an.

Und dann muss er auf der schwierigen Bahn auch noch mit einem anderen Schlittensystem fahren. Denn laut Plan des Cheftrainers fährt er mit zwei Prototypen von Wallner, während Vereinskollege Walther auf die neuen FES-Bobs setzt. „Die Tests waren zuletzt kein Zuckerschlecken, aber in diesem Winter wollen wir beim Material richtig vorankommen“, meinte Friedrich, der im Viererbob mit Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Candy Bauer fährt. Im kleinen Schlitten setzt er weiter auf Margis.

dpa

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