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Blasewitz sorgt für Aufregung

Tennis-Ostliga Blasewitz sorgt für Aufregung

Die Entscheidung des ostdeutschen Tennis-Krösus Blau-Weiß Blasewitz seine Herren-Mannschaft aus der 2. Bundesliga, der sie drei Jahre angehört und wo sie auch in dieser Saison den Klassenerhalt geschafft hatte, zurückzuziehen, überraschte selbst Insider. Richtige Freude hat sie wohl nur beim SC Uttenreuth ausgelöst.

Quelle: Verein

Dresden.  Die Entscheidung des ostdeutschen Tennis-Krösus Blau-Weiß Blasewitz seine Herren-Mannschaft aus der 2. Bundesliga, der sie drei Jahre angehört und wo sie auch in dieser Saison den Klassenerhalt geschafft hatte, zurückzuziehen, überraschte selbst Insider (DNN berichtete). Richtige Freude hat sie wohl nur beim SC Uttenreuth ausgelöst. Denn der „erfolgreichste bayerische Tennis-Dorfverein“ , wie sich der Verein selbst gern bezeichnet, war als Vorletzter der Gruppe Süd der 2. Bundesliga eigentlich schon abgestiegen, kann nun aber auch 2017 und damit zum fünften Mal in Folge in der zweithöchsten deutschen Spielklasse aufschlagen. Das in Mittelfranken nahe Erlangen gelegene Uttenreuth zählt nur knapp 5000 Einwohner.

Für den größten Aufreger hat Blau-Weiß Blasewitz mit seinem Rückzug aber dadurch gesorgt, dass damit verbunden der Antrag auf Einreihung in die Ostliga (also zwei Spielklassen tiefer als bisher) ist, der inzwischen auch genehmigt wurde. Das hat aber zur Folge, dass diese erst seit 2010 bestehende höchste ostdeutsche Spielklasse, die in Deutschland die vierte Liga ist, im kommenden Jahr aus allen Nähten zu platzen droht. Das kommt gleich aus mehreren Gründen zustande. Der Ostliga-Meister RC Sport Leipzig hat auf den Aufstieg in die Regionalliga Südost aus „sportlichen und finanziellen Gründen“ verzichtet. Die beiden Berliner Teams von den Zehlendorfer Wespen und Orange-Weiß Friedrichshagen, die hinter den Leipzigern in der Ostliga in dieser Saison die Plätze zwei und drei belegt haben, sind in der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Nordost gescheitert. Außerdem ist der Leipziger TC 1990 als Tabellensechster aus der Regionalliga Südost abgestiegen. Hinzu kommt, dass die Ostliga schon in diesem Jahr mit neun Mannschaften „überbesetzt“ war, denn die reguläre Größe liegt bei acht Teams.

Deshalb wurde schon vor Saisonbeginn festgelegt, dass nicht nur zwei, sondern Mannschaften absteigen müssen. Das trifft in diesem Jahr mit Blau-Weiß Berlin II, Grün-Weiß Lankwitz und dem SV Berliner Bären ausschließlich Teams aus Berlin. Doch nun muss auch der Freiberger HTC, der den sechsten Platz belegt hat, plötzlich bangen. „Wir haben den Klassenerhalt real geschafft und würden es echt nicht verstehen, dass wir nun durch diese Blasewitzer Entscheidung absteigen müssten“, zeigt sich der Freiberger Tennis-Chef Alexander Kreller frustriert. Dazu der Blasewitzer Trainer Thomas Völker: „Nach dem Rückzug unserer Herren-Mannschaft aus der 2. Bundesliga haben wir den Antrag auf Einreihung in die Ostliga aus rein sportlichen Gründen gestellt. Dadurch darf aber auf gar keinen Fall einer anderen Mannschaft Schaden zugefügt werden.“

Der Spielausschuss der Tennis-Ostliga muss also in den nächsten Wochen noch einige knifflige Entscheidungen treffen. Keinerlei Sorgen muss sich jedoch der SV Dresden-Mitte machen. Denn es ist völlig klar, dass es wie in all den Jahren zuvor auch diesmal bei den Herren zwei Aufsteiger gibt. Und einer davon ist neben dem Berliner Meister TV Frohnau der SV Dresden-Mitte, der damit 2017 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte dem ostdeutschen Tennis-Oberhaus angehört.

Von Rolf Becker

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