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Bill Stewart erwartet deutliche Steigerung

Dresdner Eislöwen Bill Stewart erwartet deutliche Steigerung

Die Dresdner Eislöwen haben im abgelaufenen Monat in acht Spielen vier Siege gefeiert, rangieren jetzt auf dem sechsten Platz. Für Trainer Bill Stewart zu wenig, um eine zufriedene Bilanz zu ziehen. Er werde auch nicht akzeptieren, dass sich einige Spieler aus der Verantwortung herausnehmen, eventuell zu selbstzufrieden sind.

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Im Vorjahr jubelte Alexander Höller (l.) noch für die Crimmitschauer. Doch nun ist er ein Eislöwe und gastiert bei seinem Ex-Verein im Sahnpark.

Quelle: soccerfoto

Dresden. Die Dresdner Eislöwen haben im abgelaufenen Monat in acht Spielen vier Siege gefeiert, rangieren jetzt auf dem sechsten Platz. Für Trainer Bill Stewart zu wenig, um eine zufriedene Bilanz zu ziehen: „Ich bin froh, dass der November vorbei ist. Sicher hat sich gegenüber dem Vorjahr schon einiges verbessert, aber auch die Erwartungen sind gestiegen und gemessen an dem Potenzial, das in der Mannschaft steckt, reicht das noch nicht“, redet der Kanadier Klartext.

Er werde auch nicht akzeptieren, dass sich einige Spieler aus der Verantwortung herausnehmen, eventuell zu selbstzufrieden sind. „Die Spieler müssen an ihre Grenzen gehen.“ Wenn man sich aber mit einer durchschnittlichen Vorstellung zufrieden gebe, müsse man sich am Ende fragen, warum man das Ganze eigentlich macht. „Die Zuschauer kommen in die Halle, zahlen viel Geld und wollen eine ordentliche Performance bekommen. Da ist inakzeptabel, wenn man nur zur Hälfte gut unterhalten wird“, hebt der Coach hervor und seine Kritik richtet sich vor allem an die Kontingentspieler im Team: „Von den besten Cracks kommt nicht genügend Leistung. Ich erwarte, dass die Importspieler den Unterschied machen, wie das zum Beispiel in Bietigheim, Frankfurt oder Kassel der Fall ist. Auch die guten deutschen Spieler müssen noch präsenter sein“, so seine Forderung.

Dabei lenkt Stewart den Blick auf die Statistik, die seine Worte belegt. So haben die Eislöwen mit ihrem Top-Scorer Brendan Cook nur einen einzigen Akteur, der bislang mehr als zehn Tore (15) erzielte und mit insgesamt 26 Punkten auch als einziger Dresdner unter den Top-20 der Liga zu finden ist. Dagegen rangieren mit Liga-Spitzenreiter Mat McKnight, Marcus Sommerfeld, David Wrigley und Shawn Weller gleich vier Bietigheimer unter den besten Zwanzig. Allerdings schränkt der Eislöwen-Trainer auch bei Cook ein: „Auch von ihm erwarte ich noch mehr.“ Ganz und gar nicht zufrieden ist er mit der Torausbeute von Marcel Rodman (3), der allerdings 17 Assists gab und damit zumindest zum zweitbesten Scorer avancierte, Teemu Rinkinen (2) und Ville Hämäläinen (3). „Acht Tore von drei Importspielern ist einfach zu wenig“, legt Bill Stewart den Finger in die Wunde.

Große Reserven sieht der Trainer vor allem im Spiel Fünf gegen Fünf: „Im Powerplay und auch in Unterzahl sind wir spitze, aber bei Fünf gegen Fünf fehlt die nötige Performance“, kritisiert Stewart. Tatsächlich erzielten die Elbestädter 24 ihrer insgesamt 69 Treffer in Überzahl, 14 in Unterzahl. Das sind mehr als die Hälfte. „In voller Besetzung lässt die Mannschaft zu viel liegen. Sie wartet, bis ein Powerplay kommt. Außerdem kassieren wir zu viele Strafzeiten“, moniert der Coach und legt noch einmal nach: „Da müssen die besten elf Cracks dem Spiel ihren Stempel aufdrücken“, so Stewart, der die fehlende Leistung nicht an der Fitness, sondern vor allem an der Mentalität festmacht.

In der abgelaufenen Woche hat der Coach im Training wie erwartet noch einmal angezogen und aufgrund der Niederlagen gegen Freiburg und Weißwasser den freien Tag gestrichen. In den insgesamt elf Partien bis Jahresende erwartet Stewart von seinen Schützlingen eine klare Steigerung: „Da müssen 25 Prozent mehr als im November kommen“, so seine Forderung. Immerhin stehen elf Spiele bis zum Jahreswechsel auf dem Plan. Los geht es heute Abend mit dem nächsten Derby im Crimmitschauer Sahnpark. Die erste Partie hatten die Elbestädter daheim mit 4:1 für sich entschieden, ein Spaziergang wird es aber beim Tabellenvorletzten keinesfalls.

Am Sonntag (16 Uhr) empfangen die Eislöwen dann Aufsteiger Bayreuth daheim. Zum fünften Mal in der Geschichte laden die Blau-Weißen dabei zum „Teddy Bear Toss“ ein. Beim ersten Tor der Heimmannschaft sollen die Zuschauer Kuscheltiere aller Größen auf das Eis werfen, die später dem DRK-Landesverband Sachsen für soziale Projekte zur Verfügung gestellt werden. Bill Stewart kennt diese Tradition seit vielen Jahren. „Ich habe schon erlebt, dass über 16 000 Kuscheltiere aufs Eis flogen und mit Trucks abtransportiert wurden“, berichtet er schmunzelnd – und hofft, dass seine Cracks sich diesmal nicht so viel Zeit mit dem ersten Tor lassen.

Von Astrid Hofmann

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