Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Bierbecher und Fäuste fliegen: Eislöwen unterliegen zu Hause dem SC Riessersee

Bierbecher und Fäuste fliegen: Eislöwen unterliegen zu Hause dem SC Riessersee

Die Entscheidung ist vertagt. Nach ihren 2:0-Sieg im ersten Pre-Playoff-Spiel in Garmisch unterlagen die Dresdner Eislöwen gestern vor 3103 Zuschauern in eigener Halle dem SC Riessersee mit 2:5 (2:0, 0:4, 0:1).

Voriger Artikel
Dresdner Sportclub räumt bei Sportlerumfrage 2014 ab: Volleyballerinnen zur Mannschaft des Jahres gewählt
Nächster Artikel
Dresden Titans gewinnen gegen Herten mit 77:67 und treffen nun in den Playoffs auf Karlsruhe

Am Ende der Partie lagen bei den Spielern die Nerven blank. Dresdens Shawn Weller und der Garmischer Markus Eberhardt gingen sich an die Gurgel.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Damit müssen die Elbestädter morgen erneut nach Garmisch zum entscheidenden dritten Spiel reisen.

Die Dresdner waren gut in die Partie gestartet. Zuerst ließ Vincent Schlenker die blau-weißen Fans in der 12. Minute das erste Mal jubeln. Der 22-Jährige netzte aus Nahdistanz zum 1:0 ein. Das gab den Dresdnern Auftrieb, sie wirbelten die Reihen der Gäste durcheinander. Und fast mit Ansage musste Tomas Tomek erneut hinter sich greifen. Arturs Kruminsch gelang zwei Minuten später das 2:0. Kurz darauf hatte Marius Garten sogar das 3:0 auf dem Schläger, scheiterte jedoch an Tomek.

Im zweiten Durchgang wandelte sich das Bild völlig. Schon in der 22. Minute gelang Florian Vollmer nach Vorlage von Tim Regan der 1:2-Anschluss. Nun wurde die Partie immer bissiger und hektischer. Daran waren auch die Schiedsrichter nicht schuldlos. Als sich Carsten Gosdeck in der 27. Minute mit einem Gegenspieler im Schlittschuh verhakte, wurde der Dresdner in die "Kühlbox" geschickt. Im Powerplay scheiterten die Gäste jedoch mehrfach an Kevin Nastiuk. Als dann Lukas Slavetinsky zu Fall gebracht wurde und es keine Strafe gab, quittieren die Fans das mit dem nächsten Pfeifkonzert. Kurz darauf blieb Benedikt Kastner nach einem Foul auf dem Eis liegen. Die Schiedsrichter schickten Stefan Chaput mit Matchstrafe wegen Check gegen Kopf und Nacken zum Duschen. Die Stimmung eskalierte, die Partie musste wegen Gegenständen auf dem Eis sogar kurzzeitig unterbrochen werden.

Als es dann weiterging, waren die Eislöwen von der Rolle. So netzte Top-Scorer Lubor Dibelka im Powerplay zum 2:2 (34.) ein, doch die Dresdner Spieler monieren auf Torwartbehinderung. Der Treffer zählte dennoch. Das brachte die Hausherren noch mehr durcheinander und so konnten Dibelka und Tim Regan in der letzten Minute ihr Team mit 4:2 in Front bringen.

In der Pause versuchten sich die Dresdner zu sammeln, doch das gelang nicht. Als gleich nach Wiederbeginn bei einem 5:3-Überzahlspiel Steven Rupp- rich die Scheibe ins Tor beförderte (43.), versagten die Schiedsrichter diesem Treffer wegen "Schlittschuhtor" die Anerkennung. Die Stimmung in der Halle eskalierte, Bierbecher flogen. Danach lief bei den Gastgebern nicht mehr viel zusammen. Die Schlussphase blieb hektisch, es hagelte weiter Strafen. So gab es für Maximilian Kastner nach hohem Stock noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe und die Kampfhähne Shawn Weller und Markus Eberhardt durften sich ebenfalls für mehrere Minuten abkühlen gehen. Eberhardt erhöhte kurz vor Schluss dann noch auf 5:2 (59.). Eis- löwen-Trainer Thomas Popiesch bilanzierte: "Wir haben im zweiten Abschnitt unseren Game-Plan verlassen. Das dritte und vierte Gegentor durften wir einfach nicht kassieren."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.03.2015

Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr