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Bei der Kanu-WM in Moskau will das Duo Liebscher/Rauhe Gold aus dem Wasser fischen

Bei der Kanu-WM in Moskau will das Duo Liebscher/Rauhe Gold aus dem Wasser fischen

Sie sind das neue "Dream-Team" des Deutschen Kanuverbandes - der Dresdner Tom Liebscher, vor ein paar Tagen 21 geworden, und sein elf Jahre älterer Partner Ronald Rauhe aus Potsdam.

Seit dieser Saison sitzen sie zusammen in einem Boot und ließen bei allen fünf internationalen Rennen die Konkurrenz alt aussehen. Jetzt soll in Moskau das Meisterstück des Sommers gelingen. Nachdem sie sich zuletzt auf der olympischen 200-m-Distanz in Brandenburg schon den EM-Titel sicherten, wollen sie bei der WM ebenfalls Gold aus dem Wasser fischen. Dafür haben beide in den letzten Wochen noch einmal hart gearbeitet.

"Nach einer kurzen Pause ging es erstmal wieder in den Einer zum Kraft tanken", berichtete Liebscher vor der Abreise nach Moskau. Heimtrainer Jens Kühn ergänzt: "Sie haben den Umfang erhöht, dazu am Feinschliff im Zweier gefeilt und auch noch am Boot gewerkelt. Ich denke, sie konnten eine Schippe drauflegen und sind jetzt gut gerüstet für den Kampf gegen die russischen Olympiasieger Yuri Postrygay und Alexander Dyachenko." Um gegen die Titelverteidiger, die auf der Strecke in Krylatskoje natürlich Heimvorteil genießen, alles herauszukitzeln, stiegen Liebscher und Rauhe schon zur EM auf ein Spezialboot um, dem sie den Namen "Erlkönig" gaben. "Das ist in Portugal angefertigt und speziell auf die Gewichtsunterschiede der beiden zugeschnitten. Denn immerhin wiegt Tom mit 90 kg etwa zehn Kilo mehr als Ronny", erklärt Kühn. "Beide sind überzeugt, dass sie mit ihrem schwarz-weiß lackierten Blitz einen Tick schneller sind als im alten Boot. Und die Überzeugung spielt ja bei so einem wichtigen Wettkampf auch eine nicht zu unterschätzende Rolle."

Dass beide nach den bisherigen Saisonerfolgen mit gesundem Selbstvertrauen nach Moskau fahren, versteht sich von selbst. Und entsprechend gelassen bleibt auch Tom Liebscher: "Den Druck haben die Russen auf ihrer Heimstrecke, nicht wir." Nachdem der Dresdner bereits im vergangenen Jahr Weltmeister im K1 über 500 m war, möchte er mit Ronald Rauhe jetzt den nächsten Coup landen. Zur Unterstützung reisen auch Trainer Jens Kühn und die Eltern von Tom an. Bereits am heutigen Nachmittag heißt es "Daumen drücken" für den Vorlauf.

Auch für die zweite Dresdner Starterin Steffi Kriegerstein (WSV "Am Blauen Wunder") wird es heute ernst. Mit ihrer Karlsruher Partnerin Sabrina Hering startet sie am Vormittag im Vorlauf über die für die Frauen olympische Distanz von 500 m. Die U23-Weltmeisterinnen wollen auch bei der WM der Großen möglichst weit vorn landen und ihre bislang schon grandiose Saison krönen. "Unter die ersten sechs kommen", gibt Kriegerstein als Ziel aus. Jens Kühn glaubt: "Wenn alles gut läuft, können sie sogar zu einer Medaille paddeln."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.08.2014

Astrid Hofmann

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