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Baut Dynamo in Berlin eine Mauer

Baut Dynamo in Berlin eine Mauer

Fünf Punkte aus sechs Spielen - ein Start nach Maß sieht anders aus. Obwohl man bei Dynamo Dresden um das hammerharte Auftaktprogramm wusste, so hatten sich nicht wenige ein paar Punkte mehr aus den ersten Partien erhofft.

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Ralf Loose hofft vor allem, dass sich die Dynamo-Abwehr wieder stabiler zeigt.

Dresden . Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Fünf Punkte aus sechs Spielen - ein Start nach Maß sieht anders aus. Obwohl man bei Dynamo Dresden um das hammerharte Auftaktprogramm wusste, so hatten sich nicht wenige ein paar Punkte mehr aus den ersten Partien erhofft. Der fehlende "Dreier" vom 0:1 gegen Ingolstadt tut den Schwarz-Gelben richtig weh - und der Schmerz könnte noch größer werden, wenn es morgen nach dem Spiel bei Hertha BSC heißen sollte: Außer Spesen nix gewesen! Ohne Punktgewinn droht schlimmstenfalls das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz. Gut möglich, dass Dynamo in Berlin einmal zur Mauertaktik greift, denn für eine forschere Gangart gegen diesen Gegner fehlt derzeit das Selbstvertrauen und nur drei Tage nach dem letzten Spiel vielleicht auch etwas die nötige Kraft. Zudem wäre ein 0:0 schon ein achtbarer Erfolg.

Trainer Ralf Loose ist derzeit vor allem als Psychologe gefragt, der seine Spieler aufrichtet. "Wir haben eine Niederlage eingesteckt, die nicht nötig war. Jetzt müssen wir die Mannschaft erst einmal aufbauen", sagte der Dortmunder. Und der 49-Jährige fügte an: "Ich denke, dass bei so einer Niederlage und vor allem der Art und Weise, wie sie zustande gekommen ist, jeder ein bisschen Zeit braucht, um sie zu verarbeiten. Nur wissen wir alle: Wir haben nicht viel Zeit."

Zeit, die Fehler vom missglückten Heimauftritt gegen die "Schanzer" zu analysieren, nahm sich Loose dennoch. Mit der mangelhaften Chancenverwertung beschäftigte er sich weniger: "Ich glaube nicht, dass die Torchancen fahrlässig vergeben worden sind, sondern da hat das Quäntchen Glück gefehlt. Entweder hat der Torwart gut reagiert oder der Pfosten war im Wege. Da hat es wenig Sinn, die Analyse anzusetzen." Viel mehr störte ihn: "Das Gegentor war vermeidbar, da muss einfach entschlossen angegriffen werden, was nicht der Fall war."

Dass Loose nach dem sechsten Spiel, bei dem Torwart Benjamin Kirsten hinter sich greifen musste, besonders die nachlässige Abwehrarbeit rügte, ist jedem klar, der um die gut besetzte Hertha-Offensive weiß. Der Bundesliga-Absteiger, der am Wochenende in Kaiserslautern ein 1:1 erkämpfte, hat zu Hause auch erst zwei Punkte liegengelassen. Dem 2:2 gegen Paderborn folgten Siege gegen die Aufsteiger Regensburg (2:1) und Aalen (2:0). Wer in Berlin etwas mitnehmen will, der muss gerade in der eigenen Spielhälfte hellwach sein. Viele Chancen auf einen eigenen Torerfolg dürfte der Außenseiter in der 74 200 Plätze fassenden Riesenschüssel Olympiastadion ohnehin nicht bekommen. "Wir haben eine der schwersten Aufgaben vor uns, auch weil Hertha ein bisschen in Schwung gekommen ist. Ich glaube, dass sie gegen uns wieder offensiver agieren wird als gegen Kaiserslautern", so Loose. Um dem Tabellenfünften Paroli zu bieten und die Spieler in der Englischen Woche nicht zu sehr zu verausgaben, kündigte er an: "Es wird sicherlich Umstellungen geben." Vielleicht fährt sogar Lynel Kitambala mit, der Franzose konnte nach muskulären Problemen gestern wieder mittrainieren. Er könnte vorn mit für Entlastung sorgen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.09.2012

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