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Aufstiegsheld Dani Schahin fiebert mit Dynamo Dresden

Aufstiegsheld Dani Schahin fiebert mit Dynamo Dresden

Als Dynamo vor exakt zwei Jahren beim Relegationsrückspiel in Osnabrück (3:1 n.V.) den Aufstieg schaffte, war Dani Schahin einer der Torschützen. Bis heute erinnert sich der 23-Jährige gern an jenen Abend, an dem er Dynamo in der 94. Minute mit 2:1 in Führung brachte.

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24. Mai 2011: Dani Schahin (l.) bejubelt mit Florian Jungwirth in Osnabrück Dynamos Zweitliga-Aufstieg. Beide hoffen heute wieder auf einen Sieg.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Bevor sich der Düsseldorfer Stürmer (Vertrag bis 2014) ab nächster Woche in Dubai vom Bundesliga-Abstieg mit den Fortunen erholen will, drückt er den Schwarz-Gelben heute (20.30 Uhr/MDR und NDR live) die Daumen.

Frage: Wie tief sitzt der Schock vom Sonnabend noch bei der Fortuna?

D. Schahin: Es sind ein paar Tage vergangen, ich habe mich ein bisschen davon erholt. Aber es ist schade, dass wir unser Ziel nicht erreicht haben.

Hat man bei der Fortuna nach der hervorragenden Hinrunde ernsthaft damit gerechnet, dass man noch da unten reinrutschen würde?

Die Hinrunde war natürlich super, die Rückrunde nicht so gut. Deshalb hat man sich schon damit beschäftigt, dass es nur um den Klassenerhalt geht. Dass wir die Liga nicht gehalten haben, dafür müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Wir hätten in den zwölf Spielen, in denen wir keinen Sieg geholt haben, ein paar Punkte mehr sammeln müssen.

Sie wären sicher froh gewesen, wenn die Fortuna die Relegation hätte spielen dürfen, um die Saison zu retten. Können Sie Ihren Urlaub genießen?

Ja, man darf sich nicht dauernd damit beschäftigen, was wäre wenn. Es ist jetzt so, wie es ist. Man muss abschalten, das Leben geht weiter.

Ihr Ex-Verein Dynamo hat noch die Chance, den Abstieg zu verhindern. Schauen Sie sich die Relegation an?

Ja klar. Ich drücke natürlich Dynamo die Daumen, dass sie es packen. Ich finde, so ein Verein hat es auf jeden Fall verdient, in der 2. Bundesliga zu bleiben, weil es attraktiv ist da zu spielen. So ein Traditionsverein gehört ins Profigeschäft.

Welche Erinnerungen haben Sie noch an das famose Relegationsrückspiel am 24. Mai 2011? Wie weit sind Sie noch mit dem Verein verbunden?

Natürlich war das damals sensationell, wie wir das in der Verlängerung geschafft haben. Guten Kontakt habe ich noch zu Benny Kirsten. Ich schaue mir die Spiele von Dynamo auch an, wenn ich nicht gerade selbst spiele. Wenigstens die Zusammenfassung muss sein. Das halbe Jahr in Dresden war eine außergewöhnliche Zeit für mich, die auch außergewöhnlich erfolgreich war. Deswegen ist Dynamo auch ein Verein, der immer irgendwo an meiner Seite ist.

Halten Sie es für möglich, dass die Serie reißt, nach der sich der 16. der 2. Bundesliga in der Relegation noch nie gegen den Dritten der 3. Liga durchsetzen konnte?

Ich bin fest davon überzeugt, dass Dynamo diese Serie durchbrechen wird. Wenn ich mir so anschaue, wie die letzten Spiele so angegangen wurden, dann bin ich optimistisch. Die Dresdner haben das letzte Spiel gewonnen, Benny hat im Tor wieder eine gute Leistung gezeigt. Er ist bester Torhüter der 2. Liga geworden. Ich bin mir sicher, dass das für Dynamo läuft, mache mir keine anderen Gedanken. Ich werde Benny noch eine SMS schreiben und viel Glück wünschen. Das letzte Mal hatte ich ihm gratuliert, als er die zwei Elfmeter gehalten hat.

Wie haben Sie sich vor zwei Jahren auf das alles entscheidende Spiel in Osnabrück vorbereitet?

Ich war damals viel mit Florian Grossert zusammen, wir haben aber nichts Besonderes gemacht. Wir sind die Sache entspannt angegangen.

Wie sind Sie persönlich mit Ihrem Einstand in der Bundesliga zufrieden?

Rein statistisch gesehen bin ich schon einigermaßen zufrieden: Ich habe 31 Spiele gemacht und acht Tore geschossen. Deshalb ist das eigentlich eine gute Saison für mich gewesen, das bringt aber alles nichts, weil wir unser Ziel nicht erreichen konnten. Das ist schade - jetzt geht es wieder runter in die 2. Liga. Aber ich versuche, nächste Saison wieder an meine Form anzuknüpfen und weiter Tore zu schießen.

Dynamo würde sich auf ein Wiedersehen mit Ihnen freuen. Wie waren die ersten Signale in Düsseldorf: Peilt der Verein den sofortigen Wiederaufstieg an?

Jetzt ist es noch viel zu früh zu sagen, ob der Wiederaufstieg drin ist. Alles ist noch ganz frisch, die Wunde muss erst einmal heilen. Nach der Vorbereitung wird man sehen, wie stark die Mannschaft ist. Nach den ersten Spielen kann man vielleicht sagen, in welche Richtung wir fah-ren werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.05.2013

Interview: Jochen Leimert

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