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Aufgescheuchter Hühnerhaufen statt stolze Dresdner Eislöwen

Aufgescheuchter Hühnerhaufen statt stolze Dresdner Eislöwen

Die Eislöwen sind in der Krise. Das zeigte das Nachholspiel gegen die Starbulls Rosenheim deutlich. Erschreckend vor allem, wie die 0:4-Niederlage (0:1, 0:2, 0:1) zustande kam.

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Ratlose Eislöwen: Gregor Stein, Henry Martens, Patrick Jarrett (v. li.).

Quelle: Lutz Hentschel

Die 1789 Zuschauer erlebten einen aufgescheuchten Hühnerhaufen, der von systematischem Spielaufbau, von erfolgversprechendem Powerplay und tollen Torchancen weit entfernt war.

Obwohl die Starbulls in der Anfangsphase eine Strafzeit kassierten, konnten die Dresdner nicht mal ansatzweise ein Überzahlspiel aufziehen. Im Gegenteil, immer wieder verloren sie den Puck. Als aber wenig später David Hajek in die Kühlbox musste, klingelte es im Kasten von Alec Richards. Michael Rohner (7.) hatte einfach von der blauen Linie abgezogen. Die Verunsicherung bei den Eislöwen wuchs mit jeder Spielminute. Zudem fehlte die Genauigkeit. Während in der 31. Minute der Schuss von Martin Heider am Kasten vorbeipfiff, besorgte im Gegenzug Rohner das 2:0, zwei Minuten später Matthew Caruana das 3:0.

Pfiffe und "Popiesch-raus"-Rufe zeigten die Verärgerung der Fans. Trauriger Höhepunkt dann die 44. Minute: Nachdem ein umstrittener Treffer von Gregory Squires zum 0:4 anerkannt wurde, brannten Keeper Alec Richards die Sicherungen durch, er drosch seinen Schläger weg. Dafür bekam er eine Matchstrafe. Wie viele Spiele der Keeper jetzt aussetzen muss, stand bis gestern Abend noch nicht fest. Für Richards kam Christian Hacker ins Tor, der seine Sache sehr gut machte. Erst jetzt ging ein Ruck durch das Team, doch zu spät. Dazu lieferte sich Gregor Stein noch einen Boxkampf mit Fabian Zick (53.). Zur Abkühlung durften beide per Spieldauerdisziplinarstrafe ebenfalls vorzeitig duschen gehen. Weil es bei Stein die dritte Spieldauerstrafe war, muss auch er am Freitag zuschauen.

Am Ende feierte Rosenheim einen souveränen Sieg, Häkkinen einen Shut out und die Eislöwen blieben im zweiten Spiel in Folge ohne Torerfolg. "Das Dilemma wurde immer dramatischer, Verunsicherung und Ängstlichkeit griffen um sich. Wir haben uns zu lange auf das spielerische Momentum verlassen, das funktioniert aber zurzeit nicht. Wir können nur über den Kampf ins Spiel zurückfinden. Da hätten wir aber nicht erst nach dem 0:4 anfangen dürfen", wollte Trainer Thomas Popiesch nichts beschönigen. Bis Anfang Januar sei seine Mannschaft im Soll gewesen, doch man müsse sich jetzt gegen den Negativtrend wehren.

Die Eislöwen-Geschäftsleitung hat inzwischen ihre gesamten Schadensersatzforderungen wegen des Dachschadens der Energieverbund-Arena gegenüber der Stadt aufgemacht. "Sie liegen bei reichlich 300000 Euro. Wir prüfen das umfangreiche Zahlenwerk und leiten es zudem an unseren Rechtsanwalt weiter", bestätige Sportstättenchef Sven Mania, der zudem erklärte: "Die 150000 Euro Liquiditätshilfe der Stadt haben die Eislöwen inzwischen komplett bekommen. Es ist ihnen hoch anzurechnen, dass die Gelder wirklich immer nur bei Bedarf abgerufen wurden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.02.2013

Astrod Hofmann

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