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Aufatmen beim Dresdner Rennverein: Tribüne darf vorerst weiter genutzt werden

Aufatmen beim Dresdner Rennverein: Tribüne darf vorerst weiter genutzt werden

Leises Aufatmen gestern bei den Verantwortlichen des Dresdner Rennvereins. Das Bauaufsichtsamt hat eine befristete Baugenehmigung erteilt und damit kann die Holztribüne, die bei den letzten beiden Galopp-Renntagen wegen Statik- und Brandschutzmängeln geschlossen bleiben musste, beim Gelos-Renntag am 2. September und den noch folgenden drei Veranstaltungen in diesem Jahr wieder genutzt werden.

Dresden .

Von Astrid hofmann

Dresden (DNN). Leises Aufatmen gestern bei den Verantwortlichen des Dresdner Rennvereins. Das Bauaufsichtsamt hat eine befristete Baugenehmigung erteilt und damit kann die Holztribüne, die bei den letzten beiden Galopp-Renntagen wegen Statik- und Brandschutzmängeln geschlossen bleiben musste, beim Gelos-Renntag am 2. September und den noch folgenden drei Veranstaltungen in diesem Jahr wieder genutzt werden.

Allerdings muss der Rennverein dafür eine ganze Latte von Auflagen abarbeiten. So dürfen maximal 1000 Zuschauer die historische Holzkonstruktion betreten. Bei heftigem Wind über 60 Kilometer pro Stunde müssen die Ränge sofort geräumt werden, bei früh einsetzendem Schneefall am Saisonende bleibt sie sogar komplett geschlossen. Außerdem wird die Errichtung von zwei Nottreppen auf der Tribünenrückseite gefordert. Zu den weiteren Maßnahmen gehören unter anderen: Das Umsetzen von Bänken, die Anwesenheit einer Brandsicherheitswache der Feuerwehr sowie ausreichend Sicherheitspersonal an den Renntagen. Die Elektroinstallation muss durch einen Sachkundigen überprüft und notfalls instand gesetzt werden. Die Gaststätte bleibt weiterhin geschlossen. Wie die Stadt gestern Nachmittag in einer Pressemitteilung informierte, wird die Umsetzung aller Auflagen vor dem kommenden Renntag begutachtet. Erst danach wird die endgültige Entscheidung fallen, ob die Tribüne für die Zuschauer freigegeben wird.

"Natürlich sind wir erleichtert, dass die Tribüne für unsere Zuschauer wieder zur Verfügung stehen kann. Aber andererseits müssen wir einen riesigen Aufwand betreiben, um alle Auflagen zu erfüllen. Ich kann nur hoffen, dass die von uns beauftragten Firmen dies in der Kürze der Zeit hinbekommen", erklärte der Geschäftsführer des Dresdner Rennvereins, Uwe Tschirch. Er trifft sich heute noch einmal mit einem Architekten, damit auch nichts übersehen wird.

Allerdings machte das Bauaufsichtsamt auch gleichzeitig deutlich, dass es sich nur um eine befristete Lösung handelt. So heißt es in der Mitteilung der Stadt: "Diese notwendigen Maßnahmen sind nicht ausreichend, um eine unbefristete Nutzung der Zuschauertribüne baurechtlich zu gestatten." Es wird darauf verwiesen, dass der vom Rennverein am 20. Juli eingereichte Antrag kann derzeit nicht genehmigt werden, weil die vorgelegte Brandschutzplanung grundsätzliche Defizite aufweist", heißt es von Seiten des Amtes.

"Ja, es gibt in dieser Hinsicht Differenzen zwischen unserem Gutachten und dem Prüfer. Damit müssen wir uns in Ruhe beschäftigen und für die Komplettsanierung benötigen wir dann ohnehin mindestens ein halbes Jahr", sagt Tschirch. Er fügt an: "Das können wir dann erst bis zur nächsten Saison im kommenden Jahr bewerkstelligen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.08.2012

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