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Auer ringen Dynamos nieder

Auer ringen Dynamos nieder

Rico Schmitt war nach dem Abpfiff begeistert: "Es war ein ganz tolles, ein rassiges, überragendes Derby." Das konnte der Trainer von Erzgebirge Aue nach dem Kräftemessen bei Dynamo Dresden auch sein, denn seine Mannschaft drückte dem Prestigeduell vor heißblütigen 29 057 Zuschauern klar ihren Stempel auf.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Durch Jan Hochscheidts zweiten Treffer im Spiel gewannen die "Veilchen" die Partie in der Nachspielzeit zwar etwas glücklich, aber allemal verdient mit 2:1 (1:0).

"Es war ein Spiel, das gezeigt hat, dass nicht wir der Favorit sind, sondern Aue sicher eine reifere, robustere Mannschaft hat als wir", kommentierte Dynamo-Trainer Ralf Loose den Ausgang der Begegnung. Von Anfang an war die von den Gästen dominiert worden, Hochscheidt hatte nur Sekunden nach Spielbeginn den ersten Warnschuss abgegeben und Wolfgang Hesl geprüft. Mutig spielten die Westsachsen dann auch weiter und schossen Hesl warm: Marc Hensel (5.), Pierre Le Beau (10.) und Ronny König (18.) scheiterten an ihm, Thomas Paulus köpfte nach einer Kempe-Ecke vorbei (16.). Ein furioser Start der Gäste. "Wir haben von der ersten Minute um den berühmten Zentimeter gekämpft", freute sich Schmitt über soviel Wucht und Einsatz.

Umso geschockter muss er gewesen sein, als es plötzlich 1:0 für Dynamo hieß: Einen Angriff über Mickael Poté, Robert Koch und Cristian Fiel schloss Zlatko Dedic per Abstauber ab (20.). Jubelnd drehte der Slowene ab und trat übermütig in eine Werbebande. Das Stadion kochte.

Doch Aue blieb cool, Tobias Kempes Freistoß zischte am langen Eck vorbei (27.), Guido Kocer scheiterte an Hesl (33.). Potés Chance auf das 2:0 vereitelte René Klingbeil mit einer Grätsche, dann verhinderte Hesl per Glanztat gegen Königs Kopfball das 1:1 (41.). Immer wieder kamen Eingaben in den Dresdner Strafraum, geriet Dynamo dort unter Druck. Florian Jungwirth ärgerte sich später: "Wir wollten keine Flanken und Freistöße zulassen, aber es waren gefühlte 30 Flanken aus dem Halbfeld und 15 unnötige Fouls."

Auch nach der Pause machte Aue das Spiel, erzeugte mit vielen langen Bällen in die Spitze Druck. Kempe prüfte Hesl (46.), Königs Kopfball flog vorbei (51.). In der 56. Minute traf Hochscheidt aber flach ins lange Eck. Da agierte die halbe Dynamo-Abwehr zu passiv, Brégerie nahm Hesl die Sicht.

Immerhin wachte Dynamo nun auf, Dedic scheiterte aus spitzem Winkel an Martin Männel (60.). Nachdem Hochscheidt und Kocer Hesl wieder beschäftigt hatten, traf Dedic sogar die Lattenunterkante (64.). Doch es war nur ein Strohfeuer, Aue blieb dran und erzwang den Siegtreffer mit aller Macht. Hochscheidt blieb erst noch an Hesl hängen (69.), Brégerie rettete auf der Linie gegen Kocer (78.). Dann aber nahm Hochscheidt eine Schlitte-Ablage auf, Brégerie blieb bei König, Hesl im Tor - und das wie schon beim 1:2 in Düsseldorf Unfassbare war passiert: Dynamos Knockout in der Nachspielzeit. Robert Koch war sauer, befand aber: "Der Sieg für Aue war verdient, sie wollten ihn vielleicht mehr als wir."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.11.2011

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