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Aue verliert Heimstärke und gegen Düsseldorf

Aue verliert Heimstärke und gegen Düsseldorf

Die Festung im Erzgebirge wurde erneut gestürmt: Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat seine Heimstärke verloren und musste beim 2:4 (0:2) gegen Fortuna Düsseldorf schon die zweite Heimschlappe in dieser Saison hinnehmen.

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Aue unterliegt Düsseldorf: Thomas Paulus liegt nach dem Schlusspfiff enttäuscht am Boden.

Quelle: dpa

Vor 10.100 Zuschauern im Erzgebirgsstadion gingen die Rheinländer durch einen Foulelfmeter von Jens Langeneke (14. Minute) und einem sehenswerten Freistoß von Sascha Rösler (22.) mit 2:0 in Führung. Doch die Auer zeigten nach dem Wechsel Moral und kämpften sich durch Treffer von Ronny König (49.) und Guido Kocer (72.) wieder heran. Selbst der Siegtreffer war plötzlich im Bereich des Möglichen, ehe ein erneuter Fehler bei einer Standardsituation das 3:2 für Düsseldorf durch Assani Lukimya (84.) ermöglichte. Juanan (89.) markierte den Endstand.

Die Auer Mannschaft zeigte sich zu Beginn extrem verunsichert. Während Düsseldorf clever in den Zweikämpfen agierte. Auch in der 13. Minute zeigten sich die Gäste einen Schritt schneller: So musste Aues Marc Hensel an der Strafraumgrenze Sascha Rösler von den Beinen holen. Schiedsrichter Felix Zwayer zeigte auf den Punkt, Jens Langeneke verwandelte den Strafstoß sicher. Jubel brandete erst wieder auf, als Aue-Coach Rico Schmitt zur Halbzeit dreimal wechselte. So kamen Gudio Kocer, Tobias Kempe und Skerdilaid Curri für Kevin Schlitte, Enrico Kern und Adli Lachheb. Das zeigte zunächst Wirkung, doch nach tollem Schlussspurt hatte Düsseldorf dennoch das bessere Ende für sich. „Wir haben heute Moral gezeigt und uns bis zum Ausgleich wieder zurückgekämpft. Doch am Ende fehlte uns wohl etwas die Puste“, Ronny König.

Als ausgerechnet Kocer einen Tag nach seinem 23. Geburtstag den Ausgleich markierte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Der Spieler steht seit einigen Wochen in den Schlagzeilen, da er wegen schweren Raubes angeklagt ist. Er soll zu seiner Zeit beim SV Babelsberg zu einer Bande gehört haben, die in Berlin mehrere Cafés und Spielcasinos überfielen und ausraubten. Die Mitspieler und auch die Trainer stehen in der schweren Zeit zu ihm und nach dem Torerfolg waren die Szenen am Spielfeldrand sehr emotionsgeladen.

Die Düsseldorfer jubelten am Ende ebenso heftig, immerhin bedeuten 15 Spiele hintereinander ohne Niederlage Vereinsrekord. „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken und jetzt gegen Cottbus bestehen. Noch haben wir nichts erreicht“, sagte Düsseldorfs Torschütze Sascha Rösler, der seinen Freistoß aus 27 Metern mitten durch die Auer Mauer jagte.

Tina Hofmann, dpa

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