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Aue spürt jetzt Dynamo Dresdens Atem - Pacult lobt Kampfgeist seiner Spieler

Aue spürt jetzt Dynamo Dresdens Atem - Pacult lobt Kampfgeist seiner Spieler

Während beim SC Paderborn urplötzlich noch einmal die Abstiegsangst ausgebrochen ist und Trainer Stephan Schmidt zwei Spieltage vor Saisonende seinen Stuhl räumen musste, genossen die Profis von Dynamo Dresden die Sonne.

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Benjamin Kirsten (in Grün) und Sebastian Schuppan feiern mit dem Rest der Mannschaft und ihren Fans den so wertvollen 2:1-Sieg über Paderborn.

Quelle: soccerfoto

Dresden/Paderborn. Trainer Peter Pacult hatte seiner Mannschaft nach dem 2:1-Sieg über die Ostwestfalen am Freitag ein freies Wochenende gewährt. Das nutzten die Spieler, um mit Familie und Freunden auszuspannen.

Pacult war sich zwar bewusst, dass sein Team den "Dreier" mit viel Dusel eingefahren hatte, aber für ihn war jener Dusel gleichbedeutend mit dem Glück des Tüchtigen: "Kompliment an die Mannschaft, die diesen Sieg erarbeitet hat gegen einen Gegner, der im Konter sehr, sehr gefährlich war."

Dass Alban Meha (26.) und Mahir Saglik (84.) ihre von Benjamin Kirsten gehaltenen Elfmeter schwach geschossen hatten, spielte keine Rolle mehr. Kirsten hatte die Strafstöße vereitelt, nur das zählt. Pacult lobte den 25-Jährigen: "Er hat die beiden Ecken hervorragend antizipiert." Auch Sturmhoffnung Tobias Müller (19), der nach neun torlosen Spielen zwei Treffer (35./70.) gemacht hatte, bekam ein Sonderlob: "Hinten haben wir die Elfmeter gehalten und vorne haben wir - Gott sei Dank - einen jungen Burschen gehabt, der seine Chancen genutzt hat."

Kirsten bat das Publikum um Verständnis dafür, dass es "keinen Hurra-Fußball" erlebt hatte. Er musste auch niemandem erklären, wie sehr der wegen der fünften Gelben Karte auf der Pressetribüne mitfiebernde Cristian Fiel als Ideengeber gefehlt hatte. "Es geht jetzt nicht mehr um Glanz und Gloria, sondern um dreckige drei Punkte", stellte Kirsten klar. Er freute sich riesig, dass Dynamo nach Zählern mit Aue gleichgezogen hatte: "Ich finde es super, dass wir den Druck nach oben noch einmal erhöht haben. Das gibt wieder Mut, das gibt wieder Selbstvertrauen."

Auch Linksverteidiger Sebastian Schuppan frohlockte, dass die Erzgebirgler nun den Atem der Dresdner spüren: "Das ist jetzt nur noch ein Lungenzug, den sie vor uns sind." Sechs Tore sind die "Veilchen" noch besser als die Schwarz-Gelben. SGD-Sportchef Steffen Menze glaubt sogar, dass Dynamo jetzt vier Punkte aus den letzten beiden Spielen für Platz 15 reichen könnten. Leider wird seinem Team am Sonntag in Aalen aber Romain Brégerie fehlen, weil der Franzose am Freitag die fünfte Gelbe Karte sah.

In Paderborn zeigten die Verantwortlichen ihrem Trainer nach dem sechsten Spiel ohne Sieg indes die Rote Karte. Der Vorstand glaubte Stephan Schmidt nicht, was der noch in Dresden versprochen hatte: "Wir brauchen noch einen Punkt zum Klassenerhalt - und den werden wir holen." Ex-SCP-Profi René Müller soll nun das Team bis Saisonende betreuen. Der frühere Stürmer leitete bisher das Nachwuchsleistungszentrum. Jochen Leimert

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.05.2013

Jochen Leimert

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