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Aue gegen Dresden: Sachsenderby wird zum Krisen-Duell

Aue gegen Dresden: Sachsenderby wird zum Krisen-Duell

Entlassung des Sportdirektors, ungewollter Kartenverkauf, Ärger mit dem Pokalausschluss, Zitterduell gegen den Abstieg: Das 82. Sachsenderby zwischen dem FC Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga ist dieses Mal so emotional aufgeladen wie schon lange nicht mehr. Im Vorfeld der Partie am Sonntag in Aue (13.30 Uhr) wird in beiden Clubs das Wort Krise groß geschrieben.

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Mickael Poté von Dynamo Dresden liefert sich einen Zweikampf mit dem Auer Adli Lachheb.

Quelle: dpa

Während in Aue nach fünf sieglosen Spielen im Jahr 2013 Sportdirektor Steffen Heidrich am Montag seinen Hut nehmen musste, wird die Begegnung nun zum Schicksalsspiel für Trainer Karsten Baumann. „Wir werden uns das anschauen. Aber wenn die Mannschaft keine Reaktion zeigt, nicht kämpft, dann ist auch dem Trainer nicht mehr zu helfen“, sagte Aues Präsident Lothar Lässig. „Nach dem Auftritt in Berlin kann ich verstehen, dass der Präsident so denkt“, erklärte Baumann am Freitag.

In Dresden ist man nach dem bestätigten Pokalausschluss-Urteil im Berufungsverfahren vor dem Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes geschockt. „Ich kann es immer noch nicht richtig fassen. Es ist mehr als traurig für die Mannschaft. Wir müssen uns den bitteren Schuh jetzt anziehen. Man fühlt sich da hilflos“, sagte Linksverteidiger Sebastian Schuppan am Freitag: „Wir sind hier, um unsere Leistungen zu bringen, und daran werden wir jetzt gehindert.“

Dresden und Aue hoffen auf ein friedliches Derby, doch im Vorfeld gab es mächtig Zündstoff. Dynamo wollte nach den Ereignissen in Kaiserslautern freiwillig auf eigene Fans verzichten. Aue, finanziell nicht auf Rosen gebettet, nahm das jedoch nicht hin und verkaufte die 2700 Gästetickets in Eigenregie über einen Dynamo-Sponsor in Dresden. „Wir freuen uns, dass die Fans kommen, denn wir brauchen die Unterstützung“, sagte Dresdens Abwehrspieler Sebastian Schuppan. Beide Vereine gehen vor der Begegnung davon aus, dass sie im Falle von Ausschreitungen im Dresdner Block nicht haften. Der DFB wollte sich im Vorfeld dazu nicht äußern. Das Stadion wird mit 15.700 Zuschauern ausverkauft sein. Aue wird den Block mit 250 Ordnern überwachen, auch von Dresden reisen einige Sicherheitskräfte an.

Nur aufgrund des besseren Torverhältnisses steht Aue noch punktgleich auf dem 15. Tabellenplatz und damit einen Rang vor Dynamo. „Mich kotzt es selbst an, dass die Mannschaft die gute Ausgangslage verspielt hat. Sie haben sich selbst in die Bredouille gebracht und müssen sich jetzt auch selbst wieder da rausziehen“, sagte Baumann. Personell sind momentan Innenverteidiger Thomas Paulus und der defensive Mittelfeldspieler Oliver Schröder angeschlagen. Hinter den beiden steht noch ein Fragezeichen.

Dynamo hat aus den vergangenen drei Partien sieben Punkte gesammelt und mit dem Sieg gegen Hertha BSC Selbstvertrauen getankt. „Wir wollen den Dreier unbedingt, das wäre enorm wichtig für die kommenden Wochen“, erklärte Schuppan. Trainer Peter Pacult kann personell fast aus dem Vollen schöpfen. Nur der am Sprunggelenk operierte Vujadin Savic und Cheikh Gueye (Aufbautraining nach Syndesmosebandanriss) fehlen.

Tina Hofmann, dpa

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