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Armeniens Nummer 1 fühlt sich in Dresden pudelwohl

Armeniens Nummer 1 fühlt sich in Dresden pudelwohl

Liga zurückgekehrten Tennis-Damen des TC Blau-Weiß Blasewitz sorgten schon vor dem ersten Punktspiel für einen Paukenschlag, als mit Ani Amiraghyan erstmals eine junge Armenierin im Aufgebot auftauchte.

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Ani Amiraghyan.

Quelle: C. Becker

Die in die 3. Nun ist sie seit einigen Tagen in Dresden und feierte einen gelungenen Einstand. Beim 5:4-Auftaktsieg in Augsburg gewann die 21-jährige, 1,68 Meter große Spielerin ihr Einzel und mit der Rumänin Irina Maria Bara auch das Doppel. DNN sprach mit ihr.

Frage: Wie ist Ihr erster Eindruck von Dresden?

Ani Amiraghyan: Ich habe 2013 und 2014 schon für zwei andere Vereine in Deutschland gespielt, in Offenbach und Karlsruhe. In Dresden war ich aber noch nie. Die Stadt gefällt mir sehr gut. In erster Linie bin ich aber zum Tennisspielen hier. Deshalb freue ich mich ganz besonders darüber, dass ich bei einem tollen Verein gelandet bin und auf einer wirklich wunderschönen Anlage spielen kann. Dazu haben mich die jungen Spielerinnen der Mannschaft hier toll aufgenommen. Ich fühle mich rundum wohl.

Auf welchem Weg kommt man von Armenien nach Dresden?

Mit dem Flugzeug zunächst von unserer Hauptstadt Jerewan, wo ich zu Hause bin, nach Moskau und von dort direkt nach Dresden.

Wo wohnen Sie, wie lange bleiben Sie?

Der Tennisclub hat direkt auf der Anlage ein sehr schönes Gästehaus. So habe ich überhaupt keinen Anmarschweg zu meinem täglichen Training. In Dresden bleibe ich zunächst durchweg bis zum Abschluss der Punktspiele Ende Juni.

Seit wann spielen Sie Tennis und wer war Ihr erster Trainer?

Mit acht Jahren habe ich begonnen. Mein Vater ist Tennis-Trainer, er hat mir alles beigebracht, was ich kann.

Wann haben Sie eine Karriere als Tennis-Profi ins Auge gefasst?

2010 wurde ich das erste Mal für das Fedcup-Team meines Landes nominiert, für das ich bis jetzt 17 Mal zum Einsatz gekommen bin. Zuletzt erst im April in Montenegro. In Armenien bin ich schon seit einigen Jahren die Nummer eins im Damen-Tennis. Seit 2011 bestreite ich auch Weltranglistenturniere. Bisher konnte ich drei Titel erkämpfen, einen im Einzel in Batumi im Georgien, dazu zwei im Doppel.

Aktuell fehlt Ihr Name aber in der Weltrangliste-

Ich war aber schon einmal die Nummer 422 und Ende 2014 immer noch die 743. Im Doppel nehme ich aktuell noch den 926. Platz ein. Mein letztes Weltranglistenturnier ist schon eine Weile her. Das war im September 2014, alle vorher errungenen Punkte sind weg. Ich musste auch wegen einer Schulterverletzung eine Pause einlegen. Mein Hauptproblem ist aber, dass mir ganz einfach das Geld zur Teilnahme an solchen finanziell sehr aufwendigen Turnieren gefehlt hat. Denn richtig Geld kann man im Tennis erst bei den großen Turnieren verdienen. Ich hoffe, dass ich einen oder mehrere Sponsoren finde, denn ich möchte wieder auf Tour gehen und dann auch in der Weltrangliste Schritt für Schritt nach oben klettern. Aber in den nächsten Wochen konzentriere ich mich erst einmal ganz auf die Punktspiele mit der Blasewitzer Mannschaft.

Wie wichtig ist es da für Sie, dass der Auftakt so gut gelungen ist?

Natürlich sehr. Ich gebe auch gern zu, dass ich vor dem ersten Punktspiel schon ganz schön aufgeregt war. Umso glücklicher bin ich nun, dass wir mit einem Sieg begonnen haben und ich dazu meinen Teil beitragen konnte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2015

Rolf Becker

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