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Ansturm auf die Dresdner Margon-Arena - immer mehr Vereine drängen in die Halle

Ansturm auf die Dresdner Margon-Arena - immer mehr Vereine drängen in die Halle

Robert Baumgarten, der Geschäftsführer des Kreissportbundes, hat derzeit schlaflose Nächte. Ein Aufstieg nach dem anderen sorgt nicht nur für Freude.

Ansturm auf die Margon-Arena

Dresdens größte Ballsporthalle wird von den Vereinen heiß umworben / Ruf nach neuer mittelgroßer Halle wird laut

Von astrid hofmann

Denn als Betreiber der Margon-Arena sitzt er zwischen mehreren Stühlen, weil die Halle aus allen Nähten zu platzen droht. Die VC-Volleyballer haben letztes Wochenende den Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt gemacht, die Basketballer der Titans feierten den Sprung in die 2. Bundesliga B und die Handballer des HC Elbflorenz stehen kurz davor, die dritthöchste Spielklasse zu erreichen. Die Begehrlichkeiten, in der 3000 Zuschauer fassenden Arena Heimspiele auszutragen, wachsen. "Vor einigen Jahren haben wir darum gekämpft, unsere Halle besser auszulasten. Deshalb war ich auch vehement dagegen, dass wir noch eine weitere Spielstätte mit 600 bis 1000 Plätzen bauen müssen. Da habe ich mich geirrt", gibt Baumgarten unumwunden zu. Mit den DSC-Volleyballerinnen, die letztes Wochenende zum zweiten Mal in Folge deutscher Vizemeister wurden und in der letzten Saison die Dresdner Farben auf internationalem Parkett in der Champions League vertraten, hat Baumgarten seit Jahren einen verlässlichen Ankermieter, der sich im Laufe der Zeit bestimmte Privilegien erkämpfte. "Das ist unser Platzhirsch, daran gibt es nichts zu rütteln. Ich bin ohnehin ein Freund von langfristigen Partnerschaften", betont der Geschäftsführer, der dennoch offen für neue "Kunden" sein will. Mit den VC-Volleyballern, die ihre Spiele bisher in der zweiten Liga an der Gamigstraße bestritten, zieht ab Herbst ein weiteres Team in die Margon-Arena um. "Da die Volleyball-Liga bestimmte Auflagen an ein Spielrecht in der Eliteliga knüpft, konnten wir uns dem Ansinnen nicht verwehren", erklärt Baumgarten. So reicht u.a. weder die Höhe der Gamighalle (sieben statt der geforderten neun Meter) noch die Zuschauerkapazität (350 statt mindestens 1000 Plätze) aus. Bei einer Absage würde den VC-Männern die Lizenz verweigert. "Das wollen wir natürlich nicht riskieren. Wir hoffen jetzt nur, dass die Deutsche Volleyball-Liga die Spielpläne der Frauen und Männer so abstimmt, dass beide Teams abwechselnd die Heimspiele bestreiten können und sich nicht ins Gehege kommen", so Baumgarten. Die VC-Verantwortlichen sind froh über das Entgegenkommen: "Wir wollen den DSC-Damen nichts wegnehmen, wissen, dass wir uns hinten anstellen müssen und sind deshalb auch zufrieden, dass wir nur eine Trainingszeit erhalten", bleibt Jan Pretscheck, Geschäftsführer der VC-Männer, Realist.

Dennoch stößt die Kapazität der Halle an ihre Grenzen, freie Wochenendtermine gibt es kaum noch. Baumgarten ist aber optimistisch, dass auch die Basketballer weiter in der Margon-Arena spielen können. "Sie sind schon seit einigen Jahren in der Halle und ihre Zuschauerzahl ist kontinuierlich gewachsen. Mit rund 1000 Besuchern kämen sie in gar keiner anderen Halle in Dresden unter", weiß Baumgarten, der auch noch die Erstliga-Partien der Igels im Unihockey in seiner Arena unterbringt.

Verlierer könnten die Handballer des HC Elbflorenz sein. Der Oberligist zog erst in dieser Saison aus der Ballspielhalle der Energie-Verbund-Arena an der Magdeburger Straße in die Margon-Arena um, ging deshalb sogar den Kompromiss ein, einige Heimspiele zu ungewöhnlicher Zeit - sonntags um 11 Uhr - zu bestreiten. Dennoch kamen 350 bis 400 Zuschauer. Sollte jetzt der erhoffte Aufstieg gelingen, droht Elbflorenz trotzdem die Rückkehr in die Ballspielhalle. Uwe Saegeling, Präsident des HC Elbflorenz, glaubt: "Dresden braucht durchaus noch eine mittlere Halle, in der bis zu 1000 Zuschauer Platz finden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.04.2012

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