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Angeschlagen, aber nicht k.o. - Dynamo Dresden hofft auf das Rückspiel gegen Osnabrück

Angeschlagen, aber nicht k.o. - Dynamo Dresden hofft auf das Rückspiel gegen Osnabrück

Die Köpfe waren unten, keiner machte sich die Mühe, seine Enttäuschung über die vermeidbare 0:1-Pleite am Freitagabend in Osnabrück zu kaschieren: Dynamos Profis trotteten vom Platz, als wären sie schon abgestiegen.

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Beten für den Klassenerhalt: Dynamo-Stürmer Pavel Fort hofft auf Beistand von oben, damit Dynamo morgen mindestens zweimal das Tor trifft.

Quelle: Worbser

Dresden/Osnabrück. Es brauchte ein paar Minuten, ehe die Spieler begriffen, dass der Absturz noch zu verhindern ist. Nur eine Frage stellten sich alle: Wer soll die dafür nötigen Tore schießen?

Drei werden wohl gebraucht, denn zu anfällig ist die Dresdner Hintermannschaft: Ohne Gegentor kam Dynamo in dieser Saison nur ganze sieben Mal in 36 Pflichtspielen (inklusive Relegation und DFB-Pokal) über die Runden. Ein 2:1-Heimerfolg käme wegen der Auswärtstorregel einem Pyrrhussieg gleich. Robert Koch, der in der Osnatel-Arena kurz vor Schluss per Kopf das 1:1 vergeben hatte, weiß: "Es gilt, Osnabrück nicht nur zu schlagen. Wir müssen sie so schlagen, dass wir in der Liga bleiben. Das heißt: ein 2:1 oder so reicht dann nicht."

So fahrlässig wie in Osnabrück darf Dynamo mit seinen Großchancen nicht noch einmal umgehen. "Wir müssen uns ankreiden, dass wir vorn die Kiste nicht machen", gibt Koch offen zu. Mittelfeldspieler David Solga glaubt: "Wenn wir unsere Chancen nutzen, dann werden wir in der Liga bleiben. Wenn nicht, dann wird es sehr, sehr schwer."

Das alte Leiden der Schwarz-Gelben, es verursachte am Freitagabend jedem Dynamo wohl gesonnenem Zuschauer Schmerzen. "Wenn alles normal läuft, dann geht Dynamo 2:0 in Führung. Die Chancen haben sie verballert, da sind sie leichtfertig mit umgegangen", übte Ex-Dynamo Ansgar Brinkmann Kritik.

Kritik, die Trainer Peter Pacult seinem Team oft ins Stammbuch geschrieben hat - ohne Erfolg. Mit versteinerter Miene saß der Wiener in der Pressekonferenz, er konnte das Geschehene kaum fassen: "Wir haben uns das Leben selber sehr, sehr schwer gemacht. Wir haben in der ersten Halbzeit zwei Riesenmöglichkeiten, wo wir zweimal allein aufs Tor gehen und wir zumindest bei der ersten noch zweimal zum Nachschuss kommen und nicht in Führung gehen. Dann hast du natürlich ein Problem."

Geärgert hat sich auch der bei diesen Szenen beteiligte Tobias Müller. Er hatte das 1:0 auf dem Schlappen. Doch es war nicht der Tag des 19-Jährigen, denn VfL-Verteidiger Sebastian Neumann nahm ihm bei einem Zweikampf die Chance, seine Aussetzer wiedergutzumachen. Mit einer Platzwunde über dem rechten Auge musste der Abiturient nach einer halben Stunde vom Feld. Die Wunde wurde getackert und geklebt, heute soll entschieden werden, ob Müller morgen (20.30 Uhr/MDR live) beim Rückspiel dabei ist. Es sieht aber nicht schlecht für den Jungen aus: "Ich gehe davon aus, dass er einsatzfähig ist. Wie ich den Burschen kenne, will er spielen. Und wenn er spielen will, spielt er", sagte Pacult noch in Osnabrück. Beim gestrigen Lockerungstraining lief Müller ohne Kopfweh mit.

Über 28 000 Karten sind für morgen weg. Restkarten gibt es nur noch heute ab 10 Uhr am Stadion.

Schiedsrichter ist morgen Abend der allseits bekannte Bremer Peter Gagelmann.

Der deutsch-togolesische Innenverteidiger Alban Sabah (FC Schalke II/20 Jahre, 1,89 Meter) ist als Neuzugang im Gespräch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.05.2013

Jochen Leimert

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