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Angebliche antisemitische Rufe bei Dresdner Stadtpokal-Spiel - Sportgericht stellt Verfahren ein

Angebliche antisemitische Rufe bei Dresdner Stadtpokal-Spiel - Sportgericht stellt Verfahren ein

Nach vermeintlichen antisemitischen Rufen am Rande des Stadtpokal-Spiels zwischen Eintracht Dobritz und dem Dresdner SC hat das Sportgericht des Stadtfußballverbandes die Ermittlungen wegen nicht hinreichenden Tatverdachtes gegen Personen oder Vereine eingestellt.

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Dresden. Wie DNN-Online exklusiv berichtet hatte, gab es nach der Viertelfinalpartie am Buß- und Bettag Vorwürfe, einige Besucher hätten Gästefans mit "Juden-DSC" beleidigt. Dies ging auch aus einem Video-Mitschnitt hervor, der DNN-Online vorliegt.

Da allerdings weder der Schiedsrichter, seine Assistenten noch der in Dobritz anwesende Staffelleiter etwas vernommen hatten und auch Eintracht Dobritz etwaige Vorkommnisse kategorisch abstritt, ergab jetzt auch das Verfahren des Sportgerichtes keine Ergebnisse, bestätigt Stadtverbands-Geschäftsführer Stefan Zock. Der Dresdner SC hatte zu den Vorkommnissen keine Stellungnahme abgegeben.

Mögliche Rufe seien weder Personen noch einem Verein zuzuordnen, sagte Zock. Zudem sei eine Manipulation des Videomaterials, auf dem die Rufe zu hören sind, nicht gänzlich auszuschließen.

Der Verband hatte zunächst das Sportgericht mit Vorermittlungen wegen einer "sportwidrigen Handlung" beauftragt. Die Partie hatte Eintracht Dobritz sportlich verdient mit 2:1 gegen den Dresdner SC gewonnen. Neben den oben genannten antisemitischen Rufen hatten einige Gästefans allerdings von Sprüchen wie "Hakennasen" oder "Rotes Pack" berichtet. Ordner habe es als Puffer für die Gästefans nicht gegeben, dagegen direkt neben den Friedrichstädtern Zuschauer mit Kleidung von "Thor Steinar", einer bei Rechtsradikalen beliebten Szene-Marke. Eintracht Dobritz wollte sich gegenüber DNN-Online dazu nicht äußern. "Ordnungskräfte waren genügend vorhanden", hieß es lediglich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.12.2011

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