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Anfang Juli ist Richtfest im neuen Kletterzentrum Dresden

Anfang Juli ist Richtfest im neuen Kletterzentrum Dresden

An der Papiermühlengasse 10 geht es voran: Tag für Tag wächst unweit des World Trade Centers das neue Vereinszentrum des Sächsischen Bergsteigerbundes (SBB) in die Höhe.

Dresden.

Inzwischen kann jedermann die Dimensionen des von der Stadt, dem Freistaat und dem Deutschen Alpenverein (DAV) geförderten Projektes leicht erahnen, denn der Rohbau ist weit fortgeschritten. Beim SBB denkt man bereits über einen geeigneten Termin für das Richtfest nach. "Es wird wahrscheinlich in der ersten Juli-Woche stattfinden", sagt SBB-Geschäftsführer Christian Walter.

Mit dem Baufortschritt ist Walter sehr zufrieden: "Es läuft fast zu gut. Wir liegen voll im Plan." Der sieht vor, die neue Vereinsheimat samt SBB-Bibliothek, dem sächsischen Gipfelbuch-Archiv, Geschäfts-, Sport- und Schulungsräumen sowie einer großen Kletterhalle mit innen und außen liegenden Kletterwänden noch vor Jahresende fertigzustellen.

Nachdem im Mai die Schalung für die dritte Deckenebene vorbereitet wurde, ging es in den ersten Juni-Tagen darum, die Stahlbetonstützen für den Kletterbereich zu errichten. Inzwischen stehen die Pfeiler und vermitteln einen guten ersten Eindruck von der endgültigen Höhe des mit einem Flachdach geplanten, einmal 15 Meter aufragenden Gebäudes. Da es somit keinen hölzernen Dachstuhl gibt, in den er beim Richtfest den symbolischen letzten Nagel einschlagen kann, muss sich der Polier noch eine andere Variante ausdenken. Gefeiert wird aber in jedem Fall, versichern die SBB-Verantwortlichen. Weil die ganz große Hitze erst einmal vorbei ist, wird die vierte und letzte Decke im Vereinsteil wohl auch bald fertig. "Bei 30 Grad und mehr zu betonieren, wäre auch nicht so günstig", kann Christian Walter mit der Wetterprognose gut leben.

Während der Rohbau immer mehr Gestalt annimmt, widmet sich das SBB-Team zunehmend den Feinplanungen für den Innenausbau. In den Vereinsräumen ist der bereits angelaufen, da werden schon die Fenster und Türen eingesetzt. Für die Kletterwand in der bisher nur zu erahnenden großen Halle (1500 Quadratmeter Grundfläche) hat man bereits fast alles zusammen, die Ausschreibung für den Wandbau wird vorbereitet. Für die Ausgestaltung der anderen Räume sucht man im Dialog mit den Vereinsmitgliedern noch nach geeigneten Ideen. Es werden auch noch Helfer für den Bau einiger Spezialmöbel gesucht.

Wenn alles einmal fertig ist, können die fast 11 000 Vereinsmitglieder des Bergsteigerbundes in ihrem neuen Haus Schulungen besuchen, Vorträgen lauschen, sich mit der Geschichte des Felskletterns in der Sächsischen Schweiz vertraut machen und natürlich an den Kletterwänden unter fachmännischer Anleitung trainieren, um sich für das Vorstiegsseilklettern im Elbsandstein fitzumachen. Auch die Bergwacht kann künftig im neuen Komplex am S-Bahnhof Freiberger Straße für Rettungseinsätze trainieren und sich in der Bibliothek mit Fachliteratur eindecken.

Die Kosten für das neue Bergsportzentrum belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro. 407 625 Euro steuerte das Land an Fördermitteln bei, die ausschließlich in den Ausbau der SBB-Vereinsräume fließen. "Damit gibt es keine geförderte Konkurrenz zu anderen Hallen", sagte Innenminister Markus Ulbig bei der Übergabe des Fördermittelbescheids im September 2013. Von der Stadt Dresden bekam der SBB 402 000 Euro an Unterstützung, von denen 248 000 Euro in die Vereinsräume fließen. Der DAV beteiligte sich u.a. mit einer Schenkung über 150 000 Euro an dem Projekt, das der jüngst im Amt bestätigte 1. SBB-Vorsitzende Alexander Nareike als ein Stück Zukunftssicherung für den Verein versteht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.06.2014

Jochen Leimert

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