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Am Sonntag startet in Dresden die neue Galoppsaison - Preise steigen

Am Sonntag startet in Dresden die neue Galoppsaison - Preise steigen

Für die Turffreunde in Dresden hat das Warten ein Ende. Am Sonntag startet endlich auch in Seidnitz die neue Galoppsaison. Wie im Vorjahr können sich die Fans auf insgesamt acht Renntage freuen.

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Acht Rennen stehen 2015 in Seidnitz auf dem Programm, insgesamt 400 000 Euro an Preisgeldern werden dabei ausgeschüttet.

Quelle: M. Rietschel/Archiv

Höhepunkte werden auch 2015 das mit 52 000 Euro dotierte BBAG-Auktionsrennen am 1. August sowie die beiden mit je 25 000 Euro Listenrennen, der bwin-Sachsenpreis am 13. Juni und der Große Dresdner Herbstpreis am 18. November, sein.

Nachdem in Deutschland die Rennpreise im vergangenen Jahrzehnt deutlich nach unten gingen, ist seit einiger Zeit wieder ein Trend nach oben erkennbar. So werden in Seidnitz in dieser Saison insgesamt rund 400 000 Euro ausgeschüttet. Das sind etwa 100 000 Euro mehr als 2014. Die Ursache liegt vor allem in den sogenannten PMU-Rennen, die der Dresdner Rennverein erstmals veranstaltet. PMU (Paris Mutuel Urbain) heißt der führende Pferdewetten-Anbieter in Europa mit Sitz in Paris, der seit 2011 auch mit deutschen Bahnen kooperiert. "Bei diesen Rennen dürfen die Rennpreise nicht unter 6000 Euro liegen", erläutert Rennvereins-Geschäftsführer Uwe Tschirch.

In Seidnitz stehen an vier Renntagen in dieser Saison je vier PMU-Rennen auf dem Plan. "Diese Rennen werden von einem Fernsehsender global übertragen und damit können Zocker weltweit darauf wetten. Wir hoffen damit vor allem auf einen höheren Umsatz", so DRV-Präsident Michael Becker, der allerdings auch den Haken an der Sache nicht unter den Tisch kehrt: "Diese Rennen finden an Tageszeiten statt, die für unsere Besucher unüblich sind. So beginnen wir an drei Sonnabenden deshalb schon um 12 statt um 14 Uhr, weil es PMU so vorschreibt. Das bedeutet ein gewisses Risiko, denn wir müssen unsere Zuschauer zwei Stunden früher auf die Bahn locken." Während in Frankreich Renntage auch ohne Zuschauer funktionieren, ist das in Deutschland nicht vorstellbar.

Nicht nur deshalb haben sich die Dresdner einiges einfallen lassen, bieten jetzt bei jedem Renntag einen Brunch ab 10 Uhr an, für den man sich im Internet anmelden kann. Der Zuspruch scheint schon jetzt ziemlich groß, für den 30. Juni sind schon jetzt alle 50 Plätze ausgebucht.

Es gibt noch einen Haken. "Der Pferdebestand in Deutschland ist rückläufig. Gab es noch Ende der 90er Jahre rund 4500 Vollblüter, ist die Zahl auf etwa 2900 geschrumpft", so Uwe Tschirch. Und Michael Becker ergänzt: "Es wurden immer weniger Fohlen geboren. Erst im letzten Jahr zeigte sich ein Trend nach oben, so dass es ab 2017 aufwärts gehen müsste", glaubt der Präsident, der schon den Auftakt entgegenfiebert: "Es wird Zeit, dass es losgeht", sagt Becker. Im Winter wurde einiges an der Bahn verbessert, neue Elektro- und Abwasserleitungen verlegt, eine einen Kilometer lange neue Hecke gepflanzt. "Insgesamt haben wir reichlich 50 000 Euro investiert", sagt Uwe Tschirch. Allerdings müssen jetzt auch die Besucher etwas tiefer in die Tasche greifen. Der Eintritt wurde von fünf auf sieben Euro erhöht. Dafür gibt es erstmals eine Familienkarte für 15 Euro (2 Erwachsene und bis zu vier Kinder).

Astrid Hofmann

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