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Am 8. Spieltag tobt beim Sachsenderby zwischen Dynamo Dresden und Aue bereits der Abstiegskampf

Am 8. Spieltag tobt beim Sachsenderby zwischen Dynamo Dresden und Aue bereits der Abstiegskampf

Spielerische Leckerbissen darf am Sonntag ab 13.30 Uhr keiner erwarten - im proppevollen Glücksgas-Stadion tobt der Abstiegskampf, wenn sich die Kellerkinder Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue um die Punkte streiten.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Spielerische Leckerbissen darf am Sonntag ab 13.30 Uhr keiner erwarten - im proppevollen Glücksgas-Stadion tobt der Abstiegskampf, wenn sich die Kellerkinder Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue um die Punkte streiten. Das Sachsenderby wird wohl wie so oft in den letzten Jahren ein Hauen und Stechen. Denn wer verliert, der hat nicht nur ein kleines Imageproblem bei Fans und Sponsoren, sondern dem droht ein ganz heißer Herbst.

Noch einmal so wie im vergangenen Jahr, als Aue die Gastgeber mächtig beeindruckte und beim 2:1-Auswärtssieg alle drei Punkte entführte, will sich Dynamo nicht vorführen lassen. Trainer Ralf Loose schonte beim 0:1 in Berlin mit Filip Trojan, Sebastian Schuppan und Benjamin Kirsten sogar drei Stammkräfte, damit sich sein Team gegen die robusten Erzgebirgler nicht noch einmal blamiert. "Wir haben diesen Derby-Charakter nicht von der ersten Sekunde gezeigt. Das wollen wir in diesem Jahr besser machen", sagte Loose.

Robert Koch erinnert sich nur ungern an dieses "traurige Spiel". Für den Kapitän ist auch klar, dass die Dynamo-Sympathisanten nach dem mäßigen Saisonstart und dem schwachen Kick bei Hertha ohne eine echte SGD-Torchance ein Signal der Hoffnung erwarten: "Das Spiel ist ausverkauft, deswegen sind wir den Fans was schuldig. Wir haben gesehen, wie sie uns in Berlin unterstützt haben, auch deswegen haben wir etwas gutzumachen." Der Spielführer gab unumwunden zu: "Wir brauchen eine Leistungssteigerung nicht nur im spielerischen, sondern auch im kämpferischen Bereich." Koch forderte totale Hingabe für den Verein: "Das ist ein Derby, da darf man sich nicht verstecken. Da gilt es, von der ersten bis zur letzten Sekunde Gas zu geben, zu ackern und zu kämpfen. Da ist es dann irgendwo auch Wurst, wie das Tor fällt oder das Ergebnis lautet, es zählt einfach ein Sieg."

Filip Trojan schlägt in die gleiche Kerbe: "Wir wissen, dass wir am Mittwoch nicht unsere beste Leistung gebracht haben. Ich finde aber, dass wir gegen Ingolstadt sehr gut angefangen haben - und so wollen wir wieder anfangen. Wir wollen fighten, kämpfen. Wir wollen endlich mal wieder zu Hause gewinnen und Aue ohne Punkte heimschicken." Wirklich nervös ist der Tscheche wegen der bisher mageren Punktausbeute noch nicht: "Wir haben noch nicht vergessen, wie das im vorigen Jahr gelaufen ist. Letztes Jahr haben wir genauso viele Punkte gehabt." Damals sei es richtig gewesen, ruhig zu bleiben und weiterzuarbeiten. Die Neuzugänge hätten sich bald besser zurechtgefunden. Auch im zweiten Jahr in der Zweiten Liga glaubt Trojan fest daran: "Wir werden unsere Punkte noch machen. Uns ist aber klar, dass wir besser spielen müssen." An ihm soll es nicht liegen, denn er will keineswegs riskieren, noch einmal auf die Bank zu müssen. Dass er am Mittwoch zum Rotationsopfer wurde, fand er "nicht angenehm". Aber: "Das ist abgehakt."

Auch Benjamin Kirsten war not amused zu pausieren, schaut ungern zurück: "Für mich ist das Vergangenheit, und ich lebe nicht in der Vergangenheit." Der Stammkeeper will das Derby hochkonzentriert angehen: "Man muss bei solchen Spielen aufpassen, nicht zu emotional ins Spiel zu gehen. Auf den Rängen als Fan kocht es absolut, auf dem Platz ist ein sehr kühler Kopf gefragt."

Loose widerspricht nicht, forderte aber: "Die Jungs müssen ihr Herz in beide Hände nehmen." Der Trainer fuhr fort: "In den Derbys gibt es keinen Schönheitspreis. Ich habe selbst genügend gespielt und glaube, da wird nicht die feinere Klinge gewinnen." Koch bevorzugt diesmal auch den Säbel als das Florett: "Ich habe lieber mal ein, zwei gelbe Karten mehr auf dem Platz und jeder packt auch mal ordentlich zu." Er appellierte an die Fans, nicht gleich nach einem Fehlpass zu pfeifen und Geduld mit der Truppe zu haben: "Sie dürfen nicht erwarten, dass wir Aue an die Wand spielen."

Schiedsrichter ist am Sonntag Christian Bandurski (29) aus Essen.

Aus Aue werden 1800 Fans erwartet; das Stadion öffnet 11.30 Uhr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.09.2012

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