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"Allez les Bleus" - Dynamo Romain Bregerie drückt seiner Auswahl die Daumen

"Allez les Bleus" - Dynamo Romain Bregerie drückt seiner Auswahl die Daumen

"Allez les Bleus", heißt es heute Abend bei Romain Brégerie. Der französische Innenverteidiger in Diensten von Dynamo Dresden muss ab 20.45 Uhr nicht zwei Mal überlegen, für wen sein Herz schlägt.

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Romain Brégerie

Dresden . "Ich spiele zwar in Deutschland, aber wenn mein Land in einem Länderspiel aufläuft, drücke ich ihm natürlich die Daumen", stellt der 25-Jährige klar. Auf die Partie der "Équipe tricolore" gegen Jogis Jungs in Bremen fiebert aber nicht nur Brégerie seit Monaten hin, sondern auch Teamkollege Florian Jungwirth. Für den heutigen Abend ist schon längst alles bereitet. "Seit dem Tag, als feststand, dass Deutschland gegen Frankreich spielt, haben wir uns ausgemacht, dass wir das Spiel gemeinsam schauen. Heute Abend gibt es für 90 Minuten nichts zu lachen", scherzt der Franzose.

Um perfekt vorbereitet in die Partie zu gehen, lief sich Brégerie sogar noch die Füße in Dresden wund, um das neue Trikot seines Landes zu ergattern - vergeblich. "Leider gibt es das hier noch nicht zu kaufen", erklärt er. Macht aber nichts, denn sowohl Brégerie als auch Jungwirth spielten im U20-Team ihrer Heimat und werden vor dem Fernseher ihr eigenes Auswahl-Trikot tragen. Ob es für den aus Bordeaux stammenden Brégerie Rotwein und den Bayern Jungwirth ein kühles Weizen gibt, weiß der Franzose noch nicht. "Ich werde so nervös sein, dass ich weder an Essen noch an Trinken denken kann", sagt er mit vollem Ernst. Dabei wird der 25-Jährige im Fernsehen alte Bekannte sehen. Unter Nationalcoach Laurent Blanc trainierte Brégerie ein Jahr bei Girondins Bordeaux, auch Alou Diarra war zu seiner Zeit im Team. Kurz vor dem Anpfiff können beide ihre Textsicherheit in Sachen Nationalhymne beweisen, die wird auf jeden Fall lauthals geschmettert.

Vor dem Spiel schiebt Brégerie die Favoritenrolle den Deutschen zu. "Beide Teams müssen auf einige Stammkräfte verzichten, aber die Elf von Jogi Löw hat sich schon besser gefunden, als wir Franzosen. Allerdings liegt uns die Außenseiterrolle hervorragend. Immer wenn wir nicht als Favorit an den Start gehen, legen wir die besten Spiele und Ergebnisse hin", schätzt der Verteidiger die Chancen ein. Eine Wette über Sieg oder Niederlage ha-ben er und Jungwirth nicht abgeschlossen, aber er ahnt, wie der Spielausgang die kommenden Tage und Wochen bestimmen wird: "Wer verliert, kann sich eine Weile was vom anderen anhören." Dass er selbst einmal in der A-Nationalmannschaft aufläuft, hält Brégerie für unwahrscheinlich. "Natürlich wäre es ein Traum, aber man muss Realist bleiben. Ich glaube es wäre sehr, sehr schwer", drückt er diplomatisch aus.

Nach dem Spiel werden Brégerie und Jungwirth wieder zusammen für das gemeinsame Ziel Klassenerhalt in der zweiten Liga arbeiten. Bereits am Freitag (20.30 Uhr) müssen die Schwarz-Gelben um drei Punkte beim VfL Bochum kämpfen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.02.2012

Tina Hofmann

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