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Aljona Savchenko und Bruno Massot hoffen auf Edelmetall bei der EM

Erster Härtetest in Bratislava Aljona Savchenko und Bruno Massot hoffen auf Edelmetall bei der EM

Es wird am Wochenende in Bratislava fast so sein wie bei Olympia 2014 in Sotschi. Damals war es das große Duell zwischen dem deutschen Eiskunstlauf-Traumpaar Aljona Savchenko/Robin Szolkowy und den Lokalmatadoren Tatjana Volososchar/Maxim Trankov.

Deutsche Meister sind sie schon, jetzt wollen Aljona Savchenko und Brunot Massot nach 18-monatiger Sperre auch internationalen Erfolg.

Quelle: imago

Obersdorf/Dresden. Es wird am Wochenende in Bratislava fast so sein wie bei Olympia 2014 in Sotschi. Damals war es das große Duell zwischen dem deutschen Eiskunstlauf-Traumpaar Aljona Savchenko/Robin Szolkowy und den Lokalmatadoren Tatjana Volososchar/Maxim Trankov. Die Russen siegten und ließen den Gold-Traum der Chemnitzer zerplatzen. Am Freitag bei der Europameisterschaft sind alle vier in der slowakischen Hauptstadt wieder „vereint“.

Doch an der Seite von Savchenko kämpft jetzt ihr französischer Partner Bruno Massot um EM-Edelmetall. Szolkowy steht auf der anderen Seite hinter der Bande, gehört seit zwei Jahren zum russischen Trainerteam, das auch die Olympiasieger betreut. Für das neue deutsche Vorzeigepaar Savchenko/Massot wird es so der erste internationale Härtetest unter besonderen Umständen. Weil die Titelverteidiger Kawaguti/Smirnov ebenso abgesagt haben wie die Olympiazweiten Stolbova/Klimov, läuft es in Bratislava auf dieses deutsch-russische Duell hinaus. „Klar wollen wir gewinnen, aber in erster Linie geht es uns darum, unsere Programme sauber zu laufen und mehr Punkte zu holen als bei den Deutschen Meisterschaften“, sagt Savchenko.

Das Kribbeln ist zurück bei der gebürtigen Ukrainerin, die eine 18-monatige Sperre aufgrund des Nationenwechsels ihres Partners überstehen musste. Bei den deutschen Titelkämpfen im Dezember zeigten beide technische Elemente auf Weltklasseniveau. „Wir gehen jetzt noch selbstbewusster zur EM“, meint die 32-Jährige, die bei Hebungen und Wurfelementen in den Armen des großes Franzose leicht wie ein Schmetterling wirkt. „Alles geht höher hinaus als früher, unser gesamter Stil ist anders als mit Robin.“

Der Vergleich zu Szolkowy wird Massot noch eine Weile verfolgen. Schließlich gewannen Aljona und Robin fünf WM- und vier EM-Titel sowie zweimal Olympiabronze. Massot erklärt indes selbstbewusst: „Ich vergleiche mich nicht mit Robin, ich versuche, besser zu sein.“ In den künstlerischen Komponenten hat der Normanne, der bei der EM seinen 27. Geburtstag feiert, noch Reserven. „Alle sprechen davon, dass Aljona einen neuen Partner hat, aber das gleiche galt ja für mich. Jetzt, nach anderthalb Jahren, fühlen wir beide uns nicht mehr wie ein neues Paar, wir sind zusammengewachsen.“

Beide haben ihr Leben auf den Kopf gestellt. Massot zog (mit seiner Freunding) von Caen, Savchenko von Chemnitz nach Oberstdorf. In Alexander König fanden sie einen neuen Trainer. Savchenko ist auch privat glücklich geworden. „Das Leben ist jetzt schöner und einfacher. Durch die große Unterstützung meines Verlobten kann ich das Eislaufen noch mehr genießen. Er kocht, achtet auf alles, was ich für den Sport brauche und begleitete mich zu den Wettkämpfen“, schwärmt die Blondine.

Wofür all das in Bratislava reicht, wird sich zeigen. „Wir laufen im Angriffsmodus, haben nichts zu verlieren“, sagt König: „Aljona und Bruno sind gut vorbereitet und sollten sich für ihr hartes Training belohnen.“ Wer die extrem ehrgeizige Savchenko kennt, weiß, dass sie am Samstag am liebsten das fünfte EM-Gold zu ihrer Sammlung hinzufügen würde.

Skadi Hofmann

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