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Abschied mit Tränen! Abschied mit Gold - Grit Müller möchte den DSC als Meister verlassen

Abschied mit Tränen! Abschied mit Gold - Grit Müller möchte den DSC als Meister verlassen

Nur über den Golden Set ist Gold für die Volleyballerinnen des DSC noch erreichbar. Wenn heute 17.30 Uhr in der Margon-Arena das Final-Rückspiel gegen den Schweriner SC angepfiffen wird, geht es für die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl um alles.

Dresden .

Von Astrid Hofmann

Nach der 2:3-Hinspielniederlage müssen die Elbestädterinnen die Partie gegen den Titelverteidiger gewinnen, um dann im entscheidenden Goldenen Satz nach der Meisterschale greifen zu können.

"Auf dieses eine Spiel haben wir die ganze Saison hingearbeitet. Jetzt sind wir so weit gekommen, nun wollen wir auch den großen Wurf", gibt sich der DSC-Coach kämpferisch. Erinnerungen an das letzte Jahr verdrängt er. "Meine persönliche Bilanz gegen Schwerin steht bei 5:5, daraus soll ein 6:5 für uns werden", powert Waibl, der davon überzeugt ist, dass die Unterstützung der Fans in der ausverkauften Halle ein Vorteil für seine Mannschaft sein wird. Zuspielerin Mareen Apitz verspricht: "Wir werden kämpfen bis zum Umfallen."

Für eine wird dieses Spiel unter einem ganz besonderen Stern stehen: Grit Müller streift zum letzten Mal das Trikot ihres Vereins über. Die 28-jährige Angreiferin beendet mit dem Meisterschaftsfinale ihre Karriere. Neben DSC-Urgestein Kerstin Tzscherlich gehört sie zu den dienstältesten Akteurinnen in Dresden. Sie ist ein echtes Eigengewächs, lernte hier das Volleyball-ABC von der Pike auf, hält dem Verein seit 1994 die Treue, gehört seit 2002 zum Kader der Erstliga-Mannschaft, mit der sie unter anderem 2007 Meister und 2010 Pokalsieger und Challenge-Cup-Sieger wurde. "Der Abschied mit einem weiteren Titel wäre natürlich besonders schön. Wir werden alles dafür geben", sagt die gelernte Physiotherapeutin, die zu ihrem Freund Jens nach München ziehen und eine Ausbildung zur Patentanwaltsfachangestellten beginnen will.

Verabschiedet werden auch die Angreiferinnen Stephanie Kestner (26) und Nicole Schröber (23), die ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen schon vor einigen Monaten beenden mussten. Kestner kam 1998 an die Dresdner Talenteschmiede, schmetterte seit 2005 für die erste Mannschaft. Nach der zweiten Kreuzband-OP versuchte sie vergeblich, wieder fit zu werden. Ähnlich erging es Nicole Schröber, die 2001 im Nachwuchs begann und seit 2007 zum Erstliga-Kader gehörte. Nach einer Knie-OP im letzten Jahr wurde bald klar, dass die Knorpelschäden eine Fortsetzung der Laufbahn nicht zulassen, sie sogar die Polizeiausbildung abbrechen und sich nach einer neuen beruflichen Perspektive umsehen muss.

Die Gesundheit spielte in dieser Saison auch den US-Amerikanerinnen Tesha Harry (31/seit 2008 beim DSC) und Anna Cmaylo (25/seit 2010 beim DSC) immer wieder einen Streich. Auch diese beiden wird man in der kommenden Saison nicht mehr im DSC-Dress erleben.

Verabschieden wird sich heute auch die holländische Zuspielerin Femke Stoltenborg. Die 20-Jährige verstärkte in dieser Saison den DSC, weil Youngster Magdalena Gryka wegen ihres Doppelspielrechts nicht in der Champions League aufschlagen durfte. In der neuen Saison wird die Junioren-Auswahlspielerin nur noch fürs Erstligateam auflaufen.

Heute werden Tränen fließen. Was wäre schöner, als ein Abschied mit einer Goldmedaille um den Hals-.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.04.2012

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