Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
90 Minuten auf der Hut: Dynamo Dresdens Keeper Benny Kirsten trifft auf seinen Freund Tim Kister

90 Minuten auf der Hut: Dynamo Dresdens Keeper Benny Kirsten trifft auf seinen Freund Tim Kister

Seit sie in der Saison 2010/11 gemeinsam mit Dynamo Dresden in die 2. Fußball-Bundesliga aufgestiegen sind, verbindet Benjamin Kirsten und Tim Kister eine Männerfreundschaft.

Voriger Artikel
Nicht schon wieder: DSC-Frauen wollen Schweriner Meisterfeier in Dresden verhindern
Nächster Artikel
Erstes Endspiel um den Titel: Dresdner SC will noch mal nach Schwerin

Nach dem 0:0 im Hinspiel scherzen die Kumpels Benjamin Kirsten (grünes Trikot) und Tim Kister (rechts neben ihm).

Quelle: Frank Dehlis

In der Dynamo-Kabine saßen sie nebeneinander, auch privat unternahmen beide viel gemeinsam. Am Sonntag aber stehen sich der SGD-Torhüter und der VfR-Verteidiger beim für die Dresdner enorm wichtigen Punktspiel in Aalen als Gegner gegenüber. Kirsten hofft, dass er nach den 90 Minuten nicht von seinem Spezi getröstet werden muss. Bei einer Pleite müssten die Dresdner wahrscheinlich in die gefürchtete Relegation.

Nach Dynamos 2:1-Sieg über Paderborn, bei dem Kirsten gleich zwei Elfmeter pariert hatte, erhielt der Dresdner Schlussmann aus Aalen Glückwünsche per SMS. Eine Selbstverständlichkeit für Kister, den Kirsten einen "super Freund" nennt, der "immer ein offenes Ohr hat". Beide halten über 420 Kilometer Entfernung engen Kontakt: "Wir schreiben uns wöchentlich, weil wir uns noch immer super verstehen, was auch für unsere Frauen gilt. Seine Yvonne ist momentan schwanger, da gibt es sowieso das eine oder andere Gespräch, das nichts mit Fußball zu tun hat", erzählt Kirsten, der schon Vater einer Tochter ist.

Wohin Kisters Weg nach Saisonende führt, weiß der Dresdner aber nicht oder will es nicht verraten, um dem Freund Schwierigkeiten zu ersparen. Fakt ist: Der gebürtige Frankfurter, der nach nur einem Jahr in Elbflorenz zurück in den Westen ging und sich mit Aalen in die 2. Liga hocharbeitete, wird den VfR Ende Juni verlassen. Er schlug ein neues VfR-Angebot aus. Angeblich wird der 1,93 Meter lange Innenverteidiger, der 26 Saisonspiele bestritt und auch zuvor in der 3. Liga Stammspieler war, von Werder Bremen beobachtet. Ob der 26-Jährige an die Weser wechselt, muss man abwarten. Für seinen Freund Kirsten ist aber klar, dass Kister einen attraktiven Klub findet: "Er hat sich in den letzten zwei Jahren in der 2. und 3. Liga einen guten Namen gemacht, was ihm nur wenige zugetraut haben, als er von uns weg ist. Ich glaube, er ist statistisch gesehen einer der zweikampfstärksten Zweitliga-Spieler."

Gefährlich kann der Abwehrhüne bei Standards auch für ihn werden - bei Freistößen und Eckbällen rückt Kister auf. Fünf Tore erzielte der kopfballstarke Hesse so für Aalen, wenngleich vier davon noch in der 3. Liga fielen. Vom Elfmeterpunkt würde er im Fall der Fälle indes am Sonntag kaum antreten. Aber nicht deshalb, weil er mit dem Dresdner Torwart gut befreundet ist: "Der Tim ist kein typischer Elfmeterschütze", weiß Kirsten.

Der muss sich eher auf Martin Dausch (sieben Saisontore, davon drei per Elfmeter) einstellen. Und auf harte Gegenwehr der ganzen Aalener Elf, zu der auch der künftige Dynamo Thorsten Schulz gehört, Kisters Abwehrkollege. Mit ihm wird Kirsten ab Sommer zusammen spielen - in der 2. oder in der 3. Liga. Sollte der VfR die Dresdner tatsächlich in die Relegation stürzen, wird das keinen Einfluss auf die Freundschaft zwischen Kirsten und Kister haben. Beide verbindet mehr als nur die Begeisterung für den Fußball.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2013

Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr