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70.000 Euro fehlen: Eislöwen Dresden rufen Fans zur Ideensuche für ein Rettungskonzept auf

70.000 Euro fehlen: Eislöwen Dresden rufen Fans zur Ideensuche für ein Rettungskonzept auf

Mai geplanten "Retter-Events" für die Dresdner Eislöwen und kontroversen Diskussionen bei einem Fanstammtisch am Donnerstagabend möchte die Eislöwen-Betriebsgesellschaft nun einen neuen Weg gehen.

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Für die Eislöwen ist die Saison seit Wochen beendet, doch der Kampf um die Existenz ist nach wie vor in vollem Gange.

Quelle: Stephan Lohse

Nach der Absage des am 10. Am Freitagmorgen rief sie die Fans dazu auf, ihr im Tagesverlauf deren Ideen für ein Rettungskonzept per E-Mail zu schicken.

Anschließend sollen die Vorschläge im Internet zur Abstimmung stehen. Das favorisierte Konzept soll dann nach dem Willen der Betriebsgesellschaft von Fans, Gesellschaftern und Verein gemeinsam umgesetzt werden, um das aktuelle Finanzloch von 70.000 Euro binnen drei Wochen stopfen zu können. "Wir haben schon viele Vorschläge erhalten", berichtet Eislöwen-Sprecherin Eva Wagner. Jede Idee sei willkommen, egal ob Patenschaften, Losverkäufe oder Versteigerungen.

Die Betriebsgesellschaft hatte zuletzt auf ein Retter-Event in der Energieverbund-Arena gesetzt, bei dem unter anderem Schlagersänger Bernhard Brink sowie Reality-Show-Sternchen Kim Gloss auftreten sollten. Nachdem jedoch nur 40 Karten verkauft worden waren, erkannte die Gesellschaft, dass damit kein Blumentopf zu gewinnen ist. Weil die Feier so gut wie keinen Anklang fand, sagte man sie kurzerhand ab. "Das war ein Flop", gibt Eva Wagner zu, "und deshalb sind jetzt andere Ideen gefragt."

Neues Resultat solle eine Aktion sein, die von einer möglichst breiten Mehrheit der untereinander teils zerstrittenen Eislöwen-Anhänger getragen wird. "Wir wissen, dass wir nicht alle unsere Fans unter einen Hut bringen können. Deshalb gibt es nun die Abstimmung, die für alle transparent ist, was die Fans ja gefordert haben", so Wagner weiter. Noch am Freitagabend oder dann am Sonnabend solle die Wahl des den meisten Erfolg versprechenden Vorschlags auf dem Internetauftritt der Eislöwen beginnen. Am kommenden Mittwoch wolle man dann damit beginnen, das in der Umfrage favorisierte Konzept in die Tat umzusetzen.

Zu dem neuen Vorgehen habe man sich bei einem Fanstammtisch am Donnerstagabend entschlossen. Bei dieser von den Fans organisierten Veranstaltung, bei der etwa 100 Anhänger anwesend waren, ging es jedoch nicht immer unbedingt harmonisch zu. "Das ist ein Stammtisch und keine Pressekonferenz. Dass da der eine oder andere Vorwurf kommt, ist doch klar", erklärt Eislöwen-Sprecherin Wagner. Sie zeigte sich zufrieden damit, dass so viele Fans dabei waren, um sich einzubringen. Die Möglichkeit des Dialogs sei gegeben gewesen.

Außerdem wurde ein treuhänderisch verwaltetes Spendenkonto für die Blau-Weißen eingerichtet. Die Mitglieder der Fanvereinigung Outlaws Dresden überwiesen am Donnerstagabend bereits 1000 Euro. Auch andere Fanclubs hätten den Ernst der Lage erkannt. So baten die Bad Lions am Freitagmorgen ebenfalls um Spenden für die Eislöwen. Zudem riefen sie dazu auf, mögliche Rettungsaktionen nicht zu boykottieren, sondern gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um die Eislöwen noch retten zu können.

Stefan Schramm

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