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6500 Euro für Fanarbeit bei Dynamo

6500 Euro für Fanarbeit bei Dynamo

Das war nicht unbedingt zu erwarten, aber der Empfang für Dynamo auf dem Hamburger Kiez fiel überaus freundlich aus. Die Mannschaft und einige Dutzend Fans wurden vor Spielbeginn mit dem "Zwölften Mann" begrüßt.

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Glaubt nicht, dass die gegen Dynamo ausgesprochene Strafe das Gewaltproblem lösen hilt: Helmut Schulte.

Hamburg . Pauli-Fans entrollten zudem ein Transparent auf der Südtribüne, auf dem zu lesen war: "Fußball ohne Gästefans - wie Elfmeter ohne Torwart". Und der Vorstand des Kiezklubs hatte noch eine Überraschung parat, als die Partie vorüber war. Auf der Pressekonferenz ergriff Vizepräsident Georg Spies das Wort und verkündete, dass die Paulianer der Fanarbeit von Dynamo 6500 Euro zukommen lassen. Durch den Verzicht der Dresdner auf ihr Auswärtskartenkontingent habe man Mehreinnahmen erzielt, weil die Partie nicht mehr als Sicherheitsspiel abgesichert werden musste. 10000 Euro davon gibt der Vorstand zu gleichen Teilen an Fanprojekte in Hamburg und Dresden weiter, ein Sponsor legte 3000 Euro drauf, die ebenfalls geteilt werden.

Spies und seinen Kollegen ist es ein wichtiges Anliegen, gegen Gewalt im Umfeld von Fußballspielen vorzugehen: "Aktive Fanarbeit ist Teil der Lösung dieses Problems. Einer der Schlüssel zur Lösung ist der Dialog mit den Fans." Dynamos Sportlicher Leiter Steffen Menze begrüßte die Aktion: "Ich finde das sehr gut. Das ist auch eine Art und Weise, Stellung zu beziehen."

Helmut Schulte, St. Paulis Geschäftsführer und einst erster Bundesliga-Trainer bei Dynamo, äußerte sich nicht überzeugt, dass Spiele ohne Gästefans oder der Pokalausschluss der Dresdner das Gewaltproblem lösen: "Im Moment geht es immer nur darum, dass man sich vorstellt, dass man Kollektivstrafen für das Fehlverhalten einzelner ausspricht. Mir wäre es viel lieber, wenn die Fans untereinander dafür sorgen, dass die Leute, die Blödsinn machen und Scheiße bauen, benannt werden und dann ausgeschlossen werden. Da muss man nicht alle in Sippenhaft nehmen." Er nannte die Strafe für Dynamo "sehr hart". Seinem Ex-Klub wünschte Schulte alles Gute in der neuen Liga, der Einstand des Aufsteigers sei vielversprechend gewesen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2011

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