Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Google+
60 Jahre Dynamo Dresden: Fangruppen machen gegen Hendel als Koordinator mobil

60 Jahre Dynamo Dresden: Fangruppen machen gegen Hendel als Koordinator mobil

Eigentlich wollen der Verein und seine Anhänger rund um den 12. April das 60-jährige Bestehen der Marke Dynamo Dresden feiern, doch nun ist Streit zwischen der Vereinsspitze und einem Teil der Fanszene ausgebrochen.

Voriger Artikel
Löwen & Füchse streiten um den Playoff-Platz
Nächster Artikel
Dynamo Dresdens Fans wurden in der DDR systematisch überwacht - Dresdner Historiker stellt Studie vor

Als Grund für die Ablehnung Hendels führen die Fangruppen vor allem dessen angeblich schlechte Leistungsbilanz.

Quelle: Archiv

In einem offenen Brief wenden sich die Fangemeinschaft, die Ultras Dynamo, Pro RHS, Zukunft Dynamo, die Initative Pro-FanKultur und 1953international gegen die Berufung des früheren Geschäftsführers Markus Hendel zum Koordinator für die Jubiläumsfeierlichkeiten.

Als Grund für die Ablehnung Hendels führen die Fangruppen vor allem dessen angeblich schlechte Leistungsbilanz als Geschäftsführer an. Er stehe "exemplarisch für eine Etappe der Vereinsgeschichte, welche man gerade im 60. Jahr unseres Vereins aus vereinspolitischer und wirtschaftlicher Sicht am liebsten vergessen möchte", heißt es in dem Brief, der am Sonnabend abgeschickt wurde - wohl nicht zufällig an Hendels 32. Geburtstag. Dem Diplom-Betriebswirt mit eigener Marketingagentur wird u.a. zur Last gelegt, dafür mitverantwortlich zu sein, dass Dynamo in den Jahren 2006-08 mehrfach insolvenzgefährdet und bei der Aushandlung der Stadionverträge nur Zuschauer war.

Dass Hendel nach seinem Ausscheiden als Geschäftsführer 2009 bis Ende vergangenen Jahres als freier Mitarbeiter beim Dynamo-Vermarkter Sportfive tätig sein durfte, war den Unterzeichnern des an Geschäftsführung und Aufsichtsrat adressierten Briefes schon länger ein Dorn im Auge, weswegen die Fangemeinschaft bereits im Juli 2010 einen offenen Brief an die Hamburger Sportfive-Zentrale richtete. Auch dass Hendel auf Honorarbasis als Veranstaltungsleiter bei Dynamo-Heimspielen arbeitet, missfällt den Initiatoren des neuen Schreibens. Sie fordern Geschäftsführung und Aufsichtsrat auf, Hendel nicht weiter zu beschäftigen. Solange er nicht geschasst ist, werde man die Organisation der Feierlichkeiten boykottieren.

Während sich die Dynamo-Vereinsspitze gestern nicht dazu äußern wollte, wies Hendel die Vorwürfe gegenüber den DNN als unsachlich zurück. Er sieht sich als Opfer einer Intrige: "Aus meiner Sicht sind das einzelne Personen, die dafür ihre persönlichen Gründe haben. Die versuche ich herauszufinden, nachvollziehen kann ich das nicht." Er sei derartige Angriffe gewohnt, habe bisher nicht darauf reagiert. Hendel ließ aber durchblicken, dass seine Geduld langsam schwindet. Er forderte die Vereinsführung auf, sich nicht erpressen zu lassen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.02.2013

Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr