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3:1 - Dresdner SC besiegt endlich den ?Schwerin-Fluch?

3:1 - Dresdner SC besiegt endlich den ?Schwerin-Fluch?

Als Lisa Izquierdo und Stefanie Karg zum Block hochstiegen und den Angriffsball von Laetitia Moma Bassoko ins gegnerische Feld zurückbeförderten, stand die Margon-Arena Kopf.

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Der Ausgleich ist für den Dresdner SC geschafft: Robin de Kruijf, Anne Matthes und Mareen Apitz (von links) bejubeln eine gute Leistung und einen 3:1-Sieg gegen Schwerin.

Quelle: Jean Coupdoeil

Exakt 100 Minuten hatte es gedauert, bis die DSC-Volleyballerinnen den "Schwerin-Fluch" endlich besiegt hatten. Vor 3000 begeisterten Zuschauern und damit zum siebenten Mal in dieser Saison ausverkauften Haus bezwangen die Waibl-Schützlinge Titelverteidiger Schwerin im zweiten Playoff-Finalspiel mit 3:1 (25:13, 17:25, 25:19, 25:17) und glichen in der Serie "best of five" zum 1:1 aus.

"Es tut gut, nach sechs Niederlagen gegen Schwerin diese Serie zu beenden. Vor allem war es genau der richtige Zeitpunkt", freute sich Regisseurin Mareen Apitz, die unter den Augen von Bundestrainer Giovanni Guidetti eine glänzende Leistung bot und maßgeblich zum recht deutlichen Sieg beitrug. Guidetti brachte wohl dann auch auf den Punkt, wie schwer dieser Erfolg für alle DSC-Damen am gestrigen Abend wog: "Die Mädels werden jetzt mit dem Wissen ins Bett gehen, dass sie Schwerin schlagen können." Viele hatten das wohl dem Vizemeister der vergangenen beiden Jahre kaum noch zugetraut. Doch die Damen um Kapitän Stefanie Karg setzte die Kampfansage, die Trainer Alexander Waibl nach der 1:3-Niederlage im ersten Spiel in Mecklenburg an die Schwerinerinnen gerichtet hatte, in die Tat um. "Man wird in Dresden eine ganz andere Mannschaft sehen", war seine Ankündigung.

Er irrte sich nicht. Seine Schützlinge wirkten frischer, spritziger, zeigten mit ihrer ganzen Körpersprache, dass sie gewillt sind, den "Bock umzustoßen". Sowohl in Annahme als auch in der Abwehr steigerten sich die Spielerinnen um die mit Weltklasse-Aktionen glänzende Libera Nicole Davis. Mit ihren druckvollen Aufschlägen sorgten die Dresdnerinnen für erhebliche Schwierigkeiten in der Schweriner Annahme. Mareen Apitz verteilte die Bälle variabel und klug, so dass die erneut blendend aufgelegte Martina Utla (als "MVP" geehrt und mit 20 Punkten beste Scorerin), Youngster Lisa Izquierdo oder die diesmal im Angriff deutlich explosivere Anne Matthes und Robin de Kruijf die Bälle im gegnerischen Feld versenken konnten. Auch vom verlorenen zweiten Satz ließen sich die Gastgeberinnen nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Im Gegenteil: Gleich zu Beginn des dritten Abschnittes zogen sie unaufhaltsam davon und hielten auch dagegen, als Schwerin einige Punkte gutmachte. Im vierten Durchgang waren die Dresdnerinnen nicht mehr zu stoppen. Die Zuschauer, unter denen viel Politik- und Sportprominenz zu finden war, feierten ihre Lieblinge mit stehenden Ovationen, aber Mareen Apitz dämpfte sofort die Euphorie: "Es war nur ein Sieg, es steht 1:1 in der Serie und es ist noch nichts gewonnen", warnte sie. Robin de Kruijf meinte dennoch freudestrahlend: "Wir haben es immer gewusst, dass wir sie schlagen können. Es ist toll, dass wir es jetzt unseren Fans beweisen konnten, damit sie auch daran glauben. Es war vor allem für uns sehr wichtig für den Kopf." Schwerins Spielführerin Denise Hanke gab zu: "Wir hatten einen schlechten Tag, es war alles nicht so flüssig." SSC-Coach Teun Buijs meinte: "Wir hatten Probleme in der Annahme und dadurch nicht so viele Optionen im Angriff."

Sein DSC-Kollege Alexander Waibl konnte dagegen zufrieden sein: "Wir waren diesmal in allen Elementen besser als in Schwerin, haben weniger Fehler produziert und unsere Chancen genutzt. Jetzt wollen wir auch am Sonnabend in Schwerin gewinnen, um am kommenden Mittwoch in Dresden ein richtiges Endspiel zu bestreiten." Guidetti dagegen glaubt: "Jetzt geht die Serie über fünf Spiele."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.05.2013

Astrid Hofmann

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