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20 Jahre Dresden Monarchs – Footballer haben noch viel vor

20 Jahre Dresden Monarchs – Footballer haben noch viel vor

Mit dem Jubiläumsspiel gegen die Obic Seagulls aus Japan feiern die Dresden Monarchs ihre 20. Spielzeit. 1992 wurde das Team aus der Taufe gehoben, seit 1998 sind die Monarchs ein selbstständiger Verein.

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Die Monarchs blicken inzwischen auf 20 Jahre Football in Dresden zurück.

Quelle: Stephan Lohse

Seit 2003 spielen sie in der ersten Liga, der German Football League (GFL).

Angefangen hat allerdings alles viel kleiner, erinnert sich Präsident Sören Glöckner. „Vor 20 Jahren schossen die Teams aus dem Boden“, blickt er zurück. 1993 gibt es in der Aufbauliga Ost ein erstes Spiel gegen die Leipzig Lions, das klar verloren geht, danach habe die Geschichte erst einmal vor sich hingedümpelt. 1998 kam der erste große Schub, so Glöckner. Die Monarchs, die bisher zu den Sportfreunden 01 gehörten, machten sich selbstständig und bauten an der Bärnsdorfer Straße ein eigenes Trainingszentrum auf.

2002 gelang der Sprung in die Eliteliga GFL. Seitdem haben die Monarchs nur 2007 und 2011 die Play-Offs verpasst. „Wir hatten jeweils zur richtigen Zeit die richtige Außenwirkung“, ist Glöckner stolz. So sei es gelungen, sich in der Dresdner Sportlandschaft zu etablieren.

Es habe letztmals 1997/98 turbulente Zeiten gegeben. Damals hätten sich Leute in den Vorstand gedrängt, die wenig später wieder hinschmissen, ein teil der Cheerleader ging und gründete einen neuen Verein. Seitdem jedoch, ist Glöckner froh, bewegt sich der Verein in ruhigem Fahrwasser. Rund 360 Mitglieder haben die Monarchs inzwischen, kommendes Jahr soll die Marke von 400 Mitgliedern geknackt werden. Vieles laufe aber weiter ehrenamtlich. Geschäftsführer Jörg Dressler sowie die Trainer Garry Spielbuehler und Robert Cruse sind die einzigen fest angestellten Mitarbeiter.

Ziele gibt es noch genug. „Wir hatten noch nie ein Play-Off-Heimspiel, standen noch nie im German Bowl und haben noch nie Europacup gespielt“, zählt Glöckner auf. Luft nach oben sieht er vor allem im Bereich der Jugend und der zweiten Männermannschaft.

Ein Problem dagegen sei, dass es an Identifikationsfiguren mangele. „Es wäre ein Traum“, sagt Trainer Garry Spielbuehler, wenn es gelänge, einen der US-Stars für mehr als ein Jahr zu halten und an Dresden auch emotional zu binden. Noch aber können die Monarchs nicht mit Teams wie Kiel oder Braunschweig mithalten. Während der komplette Vereinsetat der Monarchs bei rund 350.000 Euro liege, hätten die Topteams bis zu einer Millionen Euro zur Verfügung. Neidisch darauf sei Präsident Glöckner aber nicht. „Was wir hier erreichen, ist ein Optimum“, sagt er. Darauf könne man stolz sein.

Stephan Lohse

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