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1:1 - Dynamo Dresden lässt Erzgebirge Aue weiter um Klassenerhalt bangen

1:1 - Dynamo Dresden lässt Erzgebirge Aue weiter um Klassenerhalt bangen

Sachsenderby zwischen Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden blieb bis in die Schlussminuten spannend, einen Sieger gab es vor den 15.000 Zuschauern im Sparkassen-Erzgebirgsstadion aber nicht: Nach Toren von Fabian Müller (17.) und Sebastian Schuppan (45.+1) trennten sich beide Traditionsklubs 1:1 (1:1).

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Mickael Poté von Dynamo Dresden liefert sich einen Zweikampf mit dem Auer Adli Lachheb.

Quelle: dpa

Das 81. Während die Gäste aus Dresden bereits seit Wochen für die nächste Zweitliga-Saison planen können, müssen die "Veilchen" weiter um den Klassenerhalt bangen. "Was der Punkt wert ist, das ist schwer zu sagen", konnte sich Aues Mittelfeldspieler Marc Hensel nicht recht über das Ergebnis freuen. Der gebürtige Dresdner, früher lange Jahre bei Dynamo, räumte ein, "dass der Punkt gerecht ist. Von der Gesamtsituation her hätten wir natürlich gern drei gehabt". Dynamo-Trainer Ralf Loose war mit dem Auswärtspunkt durchaus zufrieden. Der Spielausgang gehe in Ordnung: "Wir haben leider im Angriff nicht die Tagesform gehabt, das Spiel für uns zu entscheiden. Ich hoffe, dass der Punkt Aue mehr nutzt als uns." Sein Team hatte zunächst Probleme gehabt, in die prestigeträchtige Partie zu finden. Vor 2700 mitgereisten Anhängern machte Aue mehr Druck, Giannis Papadopoulos grätschte gleich Fabian Müller um und kassierte schon in der 3. Minute die erste gelbe Karte. Nach Müllers 1:0, bei dem der Auer flach aus etwa 18 Metern ins lange Eck traf, hätte Ex-Dynamo Halil Savran rasch erhöhen können, doch Benjamin Kirsten parierte den Kopfball (24.). "Wir haben nicht die Körpersprache gezeigt, die ich mir gewünscht hätte", monierte Loose. Erst nach einer halben Stunde kam seine Mannschaft besser zum Zuge, Filip Trojan probierte es mal aus der Distanz (35./drüber). Zlatko Dedic zog nach Vorarbeit von Robert Koch vor Adli Lachheb ab, der Ball strich am langen Eck vorbei (38.). "Es hat lange gedauert, bis wir gemerkt haben, wie wir das Spiel angehen müssen. Wenn wir flach gepielt haben, haben wir immer unsere Chancen bekommen", sagte Schuppan. Sein erstes Zweitligator köpfte der Senftenberger aber nach einem hohen Standard: Trojan hatte einen Freistoß in den Strafraum getreten, Schuppan vor seinem früheren Cottbuser Mitspieler Martin Männel eingenickt. Männel beschwerte sich später bei Schuppan mit den Worten: "Hättest du den nicht vorbei köpfen können?" Er konnte und wollte nicht: "Wir wollen heute ja noch zurück nach Dresden kommen", scherzte der Dynamo-Linksverteidiger, wohl wissend, was den Fans ein gutes Ergebnis beim alten Rivalen bedeutet. In der zweiten Halbzeit brachte Loose Kapitän Cristian Fiel für Papadopoulos. Looses Begründung für die Auswechslung des Griechen: "Er hatte schon die gelbe Karte, hat wohl gedacht, hier spielen Olimpiakos und Panathinaikos gegeneinander und wollte ein Zeichen setzen." Fiel brachte dann auch etwas mehr Ordnung in das besser werdende Spiel. Erst musste Vujadin Savic gegen Savran retten (47.), dann prüfte Mickael Poté Männel mit einem Flachschuss (55.). David Solga spielte Koch an, doch wieder blieb Männel gegen dessen Schuss Sieger (60.). Das Spiel wogte nun hin und her: Kirsten lenkte Ronny Königs Schuss um den rechten Pfosten (60.), Poté traf nach Zuspiel von Koch nur den linken Pfosten (70.). Mit der Einwechslung von Idol Skerdilaid Curri kam Aue noch einmal in Schwung, König schoss nach einem coolen Pass des Kosovo-Albaners aber drüber (70.). In der Schlussphase riskierten dann beide Mannschaften nicht mehr alles, lauerten auf den entscheidenden Fehler des Gegners. Der kam nicht mehr, und Aues Trainer Karsten Baumann war ganz froh, "dass wir den einen Punkt hier behalten haben". Sein Team habe schwer damit zu kämpfen gehabt, die angeschlagenen Fabian Müller und Guido Kocer zu ersetzen. Beide mussten frühzeitig verletzt vom Feld. Bemerkenswert ist noch: Im Stadion blieb es bis auf gegenseitige Schmährufe friedlich, der ab und zu im Auer Block aufsteigende Qualm vezog sich schnell, das Prestigeduell war kampfbetont, aber nicht unfair. Es gab auf dem Platz lediglich drei gelbe Karten für Papadopoulos, Koch und Savran.

Jochen Leimert

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