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Quintana baut Vuelta-Führung aus - Froome bricht ein

Radsport Quintana baut Vuelta-Führung aus - Froome bricht ein

Zwei Radprofis gelang auf der 15. Vuelta-Etappe ein überraschender Schlag gegen Toursieger Froome. Der Brite kann sich seinen ersten Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt wohl abschminken.

Der Kolumbianer Nairo Quintana führt weiter bei der Spanien-Rundfahrt.

Quelle: Javier Lizon

Sallent de Gállego. Radprofi Nairo Quintana steht nach einem genialen Schachzug vor dem Gesamtsieg bei der 71. Spanien-Rundfahrt.

Zusammen mit Alberto Contador iniziierte der Kolumbianer am Sonntag einen frühen Ausreißversuch und nahm seinem bisherigen "Schatten" Chris Froome im Ziel der 15. Etappe nach nur 118,5 Kilometern überraschend über zweieinhalb Minuten ab.

Auch wenn der dreifache Tour-de-France-Gewinner noch das 37 Kilometer lange Zeitfahren vor sich hat, dürfte es für den Briten schwer werden, Quintanas ersten Vuelta-Sieg zu verhindern. Den Tagessieg gab der Kolumbianer großzügig an den Italiener Gianluca Brambilla ab und begnügte sich mit Tagesrang zwei.

Contador, der in der ersten Woche der Spanien-Rundfahrt gestürzt war und im Anschluss mehrmals Zeit auf die Spitzenfahrer verloren hatte, resignierte nie. Obwohl sein Plan, die Vuelta zum vierten Mal zu gewinnen, früh zerschlagen war, holte der Madrilene vor Beginn der letzten Rennwoche noch mal zum großen Schlag aus.

Die kurze und knackige Etappe nach Sallent de Gállego begann mit einer faustdicken Überraschung. Nicht lange nach dem Start gelang es Quintana und Contador, sich in einer Spitzengruppe abzusetzen. Bei hohem Tempo und ständigen Auf und Ab blieb der perplexe Froome, der in seiner Gruppe ohne Team-Unterstützung isoliert war, abgeschlagen. Vorne kurbelten Contador und zwei Helfer, dahinter versuchte der Brite vergeblich, Boden gut zu machen. Auch auf dem 14,5 Kilometer langen Schlussaufstieg konnte der Sky-Kapitän den Schaden nicht mehr verringern.

In der Gesamtwertung hielt Froome seinen zweiten Rang zwar. Der Rückstand des Briten, der an den Vortagen jede Attacke des Kolumbianers locker gekontert hatte, summierte sich aber auf 3:37 Minuten hinter Spitzenreiter Quintana. Contador (+4:02) fuhr auf Rang vier vor.

dpa

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