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Martin: "eine Triumphfahrt von Kilometer 0 bis 40"

Radsport Martin: "eine Triumphfahrt von Kilometer 0 bis 40"

Radprofi Tony Martin hat sich zum vierten Mal den WM-Titel im Zeitfahren geholt. Nicht einmal die Hitze von Doha hat ihn beeindruckt. Seine olympische Enttäuschung in Rio hat er abgehakt.

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Tony Martin hat für das Einzelzeitfahren bei der WM den perfekten Tag für sich erwischt. Foto: Oliver Weiken

Doha. Fragen an Tony Martin nach dem Gewinn seines vierten WM-Titels im Zeitfahren bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in Doha.

Wie haben Sie das Rennen erlebt?

Tony Martin: "Das war der perfekte Tag, eine Triumphfahrt von Kilometer 0 bis 40. Heute hat sich die harte Arbeit ausgezahlt. Dieser Titel macht alles vergessen, was bisher in diesem Jahr war. In meinem Inneren wusste ich, dass ich Weltmeister werden könnte. Es ist eine Genugtuung und macht mich stolz, dieses Trikot zurückerobert zu haben."

Es waren wieder Temperaturen von bis zu 40 Grad. Wie sind Sie mit der Hitze zurecht gekommen?

Tony Martin: "Es ist besser gelaufen als erwartet. Es war ein Rennen, das einfach Spaß gemacht. Ich bin ohne Druck reingegangen und einfach meinen Rhythmus gefahren. Ich war frei im Kopf und voller Selbstvertrauen. Ich habe mich auch von den Zwischenzeiten nicht kirre machen lassen. Dass ich die Bestzeit von Anfang an hatte, machte es einfacher."

In Rio hatten Sie noch eine große Enttäuschung erlebt. Wie haben Sie zurück zu alter Form gefunden?

Martin: "Olympia ist komplett abgehakt. Es gehört zu einem Sportlerleben dazu, dass man Tiefpunkte hat. Dies hat mir geholfen. In jedem Schlechten steckt auch was Gutes. Es war wichtig, sich davon nicht runterziehen zu lassen."

Sie sprechen die Umstellungen an, nach Rio sind Sie zu Ihrer alten Sitzposition zurückgekehrt.

Martin: "Richtig. Wir haben die Rennen analysiert und realisiert, dass die ganzen Änderungen seit Ende letzten Jahres der falsche Weg waren. Ich bin zur Ausgangsposition zurückgegangen, das hat sich ausgezahlt."

Ihr letzter WM-Titel lag drei Jahre zurück. Hatten Sie an Nummer vier noch geglaubt?

Martin: "Vor drei Jahren war ich ganz oben und habe das Metier angeführt. Wenn man dann aber zwei Jahre ein schlechtes Zeitfahren nach dem anderen abliefert und nicht die Ursachen kennt, zweifelt man an sich selbst. Es kommt der Punkt, wo man sich fragt, ob es das schon gewesen ist. Bin ich zu alt? Habe ich die Lust verloren?"

Wie wichtig war es, mit Rekordgewinner Fabian Cancellara gleichzuziehen?

Martin: "Das ist schön für die Geschichtsbücher. Ich bin aber ein Fahrer, der von Jahr zu Jahr guckt. Ich will noch ein paar Mal Weltmeister werden."

Was bedeutet der Erfolg für Ihre weitere Zukunft?

Martin: "Der Titel macht es wesentlich leichter. Das gibt mir viel Motivation für 2017. Ich freue mich schon darauf, im nächsten Jahr im Weltmeister-Trikot am Start zu stehen. Das hat mir gefehlt."

dpa

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