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Gasparotto gewinnt Amstel Gold Race

Radsport Gasparotto gewinnt Amstel Gold Race

Außenseiter Enrico Gasparotto gewann das Amstel Gold Race. Im Ziel ehrte der Italiener seinen vor drei Wochen verstorbenen Teamkollegen Demoitié auf besondere Weise: Beim Überqueren der Ziellinie warf er Kusshände in den verregneten Himmel.

Valkenburg. Die niederländischen Radprofis warten seit 2001 weiter auf einen Heimsieg beim Amstel Gold Race. Der Italiener Enrico Gasparotto gewann die 51. Auflage des Rennens durch Limburg.

Bei kühlen Temperaturen und Regengüssen siegte der Profi aus der zweitklassigen belgischen Mannschaft Wanty-Gobert nach 248,7 Kilometern vor dem Dänen Michael Valgren. Im Ziel schickte Gasparotto, der das Rennen 2012 schon einmal gewonnen hatte, Kusshände in den Himmel und wollte so seinen vor drei Wochen verstorbenen Teamkollegen Antoine Demoitié besonders ehren.

Gasparotto hatte auf dem finalen Anstieg auf dem Cauberg in Valkenburg, der am Sonntag viermal zu überwinden war, attackiert. Vorher war der Belgier Tim Wellens mit seinem Vorstoß gescheitert. Der Italiener kam einige Meter entscheidend weg und hatte im Endspurt 1,8 Kilometer nach der Bergkuppe keine Mühe, Valgren zu schlagen. Dritter wurde der Italiener Sonny Colbrelli, vom Vorjahressieger und Ex-Weltmeister Michal Kwiatkowski aus Polen war nichts zu sehen.

Das Rennen über 34 Anstiege wurde wie fast in jedem Jahr von vielen Stürzen überschattet. Am schlimmsten erwischte es offensichtlich den Niederländer Stef Clement. Eine Diagnose lag vorerst nicht vor. Der Italiener Fabio Felline brach sich bei einem Sturz das Nasenbein.

Die deutschen Starter spielten beim drittletzten Frühjahrs-Klassiker keine große Rolle. Im Finale fuhr Björn Thurau in einer Verfolgergruppe der ursprüngliche elfköpfigen Spitze, die in der letzten Rennstunde schrumpfte. Keiner der Ausreißer hatte im Endeffekt etwas mit der Entscheidung zu tun. Letzter deutscher Sieger des niederländischen Klassikers war 2007 Stefan Schumacher, der ein Jahr später nach den Olympischen Spielen in Peking wegen Dopings gesperrt worden war.

dpa

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