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Bora: Mit neuem Co-Sponsor in die World-Tour

Radsport Bora: Mit neuem Co-Sponsor in die World-Tour

Der Zweitligist Bora-Argon - zum dritten Mal mit einer Wildcard am Tourstart - peilt 2017 in der WorldTour an. Der neu Co-Sponsor, der das noch fehlende Geld für den Sprung in die Eliteliga bringt, wird am Donnerstag in Frankreich vorgestellt.

Raubling. Der Rad-Zweitligist Bora-Argon 18 setzt auf den deutschen Mittelstand. Mit der Finanzspritze des neuen Co-Sponsors, der am Donnerstag in Saint Lô in Frankreich bekanntgegeben werden soll, will das Team von Ralph Denk 2017 in die Eliteliga WorldTour vorstoßen.

Dafür muss ein Etat von mindestens 12 Millionen Euro bereitgestellt werden. "Unser etablierter Geldgeber Bora hat seinen Anteil noch einmal aufgestockt und mit dem neuen einheimischen Co-Sponsor, der Produkte des täglichen Bedarfs herstellt, werden wir die Lizenz erhalten", sagte Denk der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem könnte in der kommenden Saison ein neuer Rad-Ausrüster - vermutlich "Specialized" - hinzukommen.

Bora dreht also am großen Rad, muss aber bei der am Samstag beginnenden 103. Tour de France noch bescheiden bleiben. "Unser Ziel ist ein Etappensieg - vielleicht von Emanuel Buchmann in den Bergen", hofft Denk, der ab 2017 in andere Dimensionen vorstoßen will. "Wir werden uns mit rund sechs Fahrern, auch namhaften, verstärken und wollen vorne mitmischen", erklärte Denk. Er denke auch "in Kategorien wie John Degenkolb oder Tony Martin".

Die beiden einheimischen Topstars wären zu haben - ihre Verträge laufen aus. Aber der Klassikerjäger Degenkolb ist wohl schon mit einer garantierten Millionengage mit Trek-Segafredo übereingekommen. Martin wäre ein Thema. "Mein Etixx-Team hat bei Gesprächen Vorrang, aber es ist noch nichts entschieden. Nach der Tour wissen wir mehr", erklärte Martin zu einem möglichen Wechsel. Könnte sich der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister vorstellen 2017 in einem deutschen Team zu fahren? Antwort: "Vielleicht".

Denks Finanzplan steht auf drei Säulen: Etwa zwei Drittel kommen vom bayerischen Küchen-Technik-Unternehmen Bora, ein Drittel vom neuen branchenahen Sponsor, der ebenfalls in Süddeutschland ansässig ist. Dazu investiert der neue Ausrüster. Dass "Specialized" wie von manchen gemutmaßt, Weltmeister Peter Sagan mitbringen könnte, ist laut Denk nicht zu erwarten: "Der ist finanziell dann doch nicht unsere Kragenweite", sagte der Team-Manager.

Der extrovertierte Slowake, vierfacher Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour, wird mit einer Jahres-Gage von rund vier Millionen Euro veranschlagt. Sein jetziges Tinkoff-Team steigt 2017 aus, genauso wie IAM aus der Schweiz. "Wegen der kommenden Struktur-Reform werden beim Weltverband UCI im kommenden Jahr alle WorldTour-Lizenzen neu verteilt - wir sind dabei", versprach Denk.

dpa

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