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"Woche meines Lebens" - Brendel verkörpert Kanuten-Erfolg

Olympia "Woche meines Lebens" - Brendel verkörpert Kanuten-Erfolg

Ausnahmekanute Sebastian Brendel wächst in Rio sportlich über sich hinaus und darf sogar die deutsche Fahne bei der Schlussfeier tragen. Der Potsdamer findet große Worte für die große Ehre.

Für Sebastian Brendel sind die Olympischen Spiele in Rio ein voller Erfolg.

Quelle: Facundo Arrizabalaga

Rio de Janeiro. Doppel-Olympiasieger in Rio und dann auch noch deutscher Fahnenträger bei der Schlussfeier - Sebastian Brendel war selbst ganz baff.

"Das ist die Woche meines Lebens, das wird mir immer in Erinnerung bleiben", schwärmte der Ausnahmekanute nach seiner zweiten Goldmedaille zum Abschluss der Paddel-Wettbewerbe zu später Stunde im Deutschen Haus. Er erwarte einen "unbeschreiblichen Auftritt" im Maracanã-Stadion von Rio, bekannte der Potsdamer demütig. "Das ist im Sportlerleben eines der größten Ereignisse."

Olympiasieger 2012, Doppel-Olympiasieger 2016, fünfmaliger Weltmeister, Europaspiele-Sieger 2015, etliche EM-Titel - Brendel verkörpert seit langem wie kein anderer Kanute den Erfolg. Und steht doch immer dann, wenn nicht gerade zufällig Olympische Spiele anstehen, vollkommen außerhalb des Rampenlichts. Maximal bei Weltmeisterschaften registriert die Öffentlichkeit Brendels Siege - bei Weltcups oder deutschen Meisterschaften aber sind die Kanuten in Zeitungen, Internet, Hörfunk und Fernsehen meist außen vor.

Vielleicht war auch das ein Grund, weshalb Brendel nach seinem Olympiasieg im Canadier-Einer über 1000 Meter seine Zukunft im Paddelsport selbst ein wenig in Frage stellte. Erst kommendes Jahr wolle er eine Entscheidung über die Zeit danach treffen, hatte der 28-Jährige gesagt - und mit diesen selbst ausgelösten Rücktritts-Spekulationen auch seinen Verband überrascht. Kurz darauf aber erklärte er die Sommerspiele 2020 in Tokio auch zur Erleichterung von Verbandschef Thomas Konietzko zu seinem neuen Ziel.

Die Nachricht der Nominierung als Fahnenträger erreichte den Potsdamer am Samstag wenige Minuten nach seinem Olympiasieg mit Teampartner Jan Vandrey im Canadier-Zweier. Nur dank eines dopingbedingten Olympia-Ausschluss der weißrussischen Männer hatten die Beiden überhaupt an den Start gehen können. Die geringe Übungszeit machte Brendel mit seiner großen Klasse vergessen.

Der 24-jährige Vandrey, selbst eher ein Durchschnittsmann auf Weltklasseniveau, erklärte das Erfolgsrezept des Gold-Duos: "Sebastian kann's auf jeden Fall, ich musste halt mitziehen." Brendel kündigte weitere gemeinsame Auftritte an: "Wir sind erst zum zweiten Mal zusammen gefahren. Zweites Rennen, erster Sieg - vielleicht sind wir jetzt öfters im Zweier unterwegs", sagte er augenzwinkernd.

dpa

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