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Verwirrung nach Schuss auf Reitsport-Pressezelt

Olympia Verwirrung nach Schuss auf Reitsport-Pressezelt

Aufregung auf dem olympischen Pferdesport-Gelände in Rio de Janeiro. Auf das Pressezelt ist geschossen worden. Polizei und Militär untersuchen den Fall.

Rio de Janeiro. Ein Querschläger von der Armee oder von Gaunern aus den Favelas? Auf das Pressezelt des olympischen Reitsport-Geländes in Rio de Janeiro ist geschossen worden.

Die Untersuchungen laufen noch, aber der Verteidigungsminister erklärte, dass das gefundene Maschinengewehr-Projektil aus einer Favela stamme. Dort habe jemand auf eine Drohne geschossen.

Der Schuss und der Fund des Projektils sorgten für Aufregung und Besorgnis. Die Organisatoren versicherten, dass kein Grund zur Sorge bestehe. Polizei und Militär untersuchen die Angelegenheit. Da das Reitsport-Gelände zu einer riesigen Militär-Anlage gehört, erscheint es auch möglich, dass es sich um einen Querschläger der Armee handelt.

"Offensichtlich ist dies eine beunruhigende Situation, und es ist kein Vorfall, den wir leicht nehmen", meinte Ingmar de Vos, der Präsident des internationalen Reitverbandes FEI. "Die Sicherheit aller - der Athleten, Pferde, Journalisten und Zuschauer - ist von zentraler Bedeutung".

Das Projektil war, nachdem es von einem Metallträger abgeprallt war, von einem französischen Journalisten gefunden worden. In der Decke des Zeltes ist ein Loch zu erkennen. Auf die Frage, ob er Angst gehabt habe, sagte der Franzose lapidar: "Ich komme aus Frankreich, da ist im Moment anderes los." Es gab jedoch auch Journalisten, die verängstigt waren. Die Mehrheit wirkte gelassen, machte Handy-Fotos und verbreitete sie in den sozialen Netzwerken.

"Wir untersuchen, wo die Patrone herkommt, was es für eine Patrone ist", sagte Mario Andrada, der Pressesprecher des Organisationskomitees. Das brasilianische Militär und die Polizei bezeichneten den Vorfall als "unglücklich".

"Nach den ersten Informationen, die wir bekommen haben, war dieser Bereich nicht das Ziel, es war eine verirrte Kugel", sagte Andrada. Mit Verweis auf die Sicherheitsbehörden sagte er weiter: "Sie können bestätigen, dass es nichts mit den Spielen zu tun hat, aber sie können im Moment nichts Genaueres sagen."

dpa

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