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Olympia 2016
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Triathlon-Duo ohne Chance: Haug auf Platz 36, Lindemann 28.

Olympia Triathlon-Duo ohne Chance: Haug auf Platz 36, Lindemann 28.

Die Olympia-Hoffnungen waren ohnehin nicht groß bei den deutschen Triathletinnen. Anne Haug und Laura Lindemann mussten in Rio dann schnell erkennen, dass sie von der Weltspitze weit entfernt sind. Olympiasiegerin wurde eine Amerikanerin.

Anne Haug (r) kam als 36. ins Ziel.

Quelle: Sebastian Kahnert

Rio de Janeiro. Völlig ausgepumpt zog die ehemalige WM-Zweite Anne Haug ein frustrierendes Fazit. "Ich habe alles gegeben. Das ist dabei rausgekommen", sagte die 33 Jahre alte Triathletin niedergeschlagen.

Nur Rang 36 sprang für Haug bei den Olympischen Spielen in Rio raus. Die einzige Deutsche mit Weltklasse-Format musste sich noch hinter der 20-jährigen Laura Lindemann einreihen, die als 28. ins Ziel kam. Haugs Rückstand auf Olympiasiegerin Gwen Jorgensen aus den USA betrug 6:40 Minuten.

"Ich muss das erst mal sacken lassen und dann mal weiterschauen", sagte Haug nach 1500 Metern Schwimmen im Meer, 40 Kilometern auf dem Rad und 10 Kilometern Laufen. Ihr war am ehesten noch eine Top-Platzierung bei ihrem letzten Olympia-Start zugetraut worden.

Schon nach dem Schwimmen war aber klar, dass Haug keine Chance mehr auf eine Medaille hat. Als Vorletzte war sie aus dem Wasser gekommen und wechselte 2:10 Minuten nach der Spitze auf das Fahrrad. "Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe", sagte die Bayreutherin. Lindemann hingegen lag immerhin nur 16 Sekunden hinter den Führenden.

Auf der Radstrecke bildete sich schnell eine Spitzengruppe mit 18 Triathletinnen, die sich einen klaren Vorsprung herausarbeitete. Haug mühte sich am Ende des Feldes, und auch Lindemann schaffte es nicht mehr nach vorn zu kommen. Für die beiden Deutschen ging es beim Laufen nur noch um Schadensbegrenzung. Erst in der Schlussphase des Laufens setzte sich die Amerikanerin Jorgensen vor London-Olympiasiegerin Nicola Spirig aus der Schweiz durch. Bronze sicherte sich die Britin Vicky Holland.

Lindemann ist das derzeit wohl einzige Versprechen der Deutschen Triathlon Union (DTU) und sollte in Rio Erfahrungen sammeln im Hinblick auf Tokio 2020. "Das olympische Rennen ist doch etwas völlig anderes. Ich bin vollkommen fertig", sagte Lindemann, die am Ende 5:36 Minuten hinter der Siegerin ankam. "Ich habe mir mehr erhofft, vor allem nach dem Schwimmen." Ihr großes Ziel sind die Sommerspiele in vier Jahren, schon in der kommenden Saison will sie alles darauf ausrichten.

Die Vorbereitung der deutschen Triathletinnen auf Rio war durch einen Nominierungsstreit empfindlich gestört worden. Am Ende durften nur Haug und Lindemann statt drei Starterinnen nach Brasilien.

dpa

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