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Olympia 2016
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Synchronschwimmen im blauen, Turmspringen im grünen Wasser

Olympia Synchronschwimmen im blauen, Turmspringen im grünen Wasser

Die Farbe des Wassers - wenig hat bis zur Halbzeit der Olympischen Spiele die Gemüter so ausdauernd beschäftigt. Die Organisatoren kriegen's nicht richtig in den Griff, sondern immer nur ein bisschen.

Rio de Janeiro. Die Wasserfarbe in den olympischen Schwimmanlagen in Rio de Janeiro ist weiter ein Reizthema. Immerhin konnten die Synchronschwimmerinnen in gewohnt blauem Wasser ihre Künste darbieten. Die Wasserspringer mussten sich weiter mit grünem Wasser in ihrem Becken zufriedengeben.

Vor dem Synchronschwimmen wurde das Wasser im Hauptbecken ausgetauscht, wie der Sprecher des Organisationskomitees, Mario Andrada, am Sonntag sagte. "Das hat mehr als elf Stunden gedauert." Erneut versicherte er, dass die Wasserqualität - unabhängig von der Farbe - kein Risiko für die Athleten sei.

Chefbundestrainer Lutz Buschkow machte am Samstag seinem Ärger Luft: "Das ist nicht olympiawürdig, das muss man so sagen." Zwar sei versichert worden, dass "alle Parameter des Wassers gut sind. Aber wenn man das Bild anschaut, spricht das eine andere Sprache."

Der langjährige Chef der Wasserspringer hat so etwas in seiner Laufbahn noch nicht erlebt. "Wir haben immer wieder Druck gemacht, dass man als Organisationskomitee agieren muss, um hier würdige Wettkämpfe zu machen", sagte Buschkow. Man habe aus Sicht der Mannschaften alles getan, um eine Verbesserung zu erreichen, jetzt seien andere Gremien gefordert.

"Sie gehen das südamerikanisch an. Ich wünsche mir eine schnellere Veränderung", sagte Buschkow. Die Freiluft-Bedingungen seien sowieso nicht rosig: die Duschen kalt, das Wärmebecken leer, es gebe keinen richtigen Wärmeraum. Daher sei das Gesamtniveau der Wettkämpfe bislang nicht so wie gewohnt.

Andrada muss seit Tagen Auskunft zu Qualität und Farbe des olympischen Wassers geben. In den Becken der Wasserballer und der Springer hatte sich die Farbe von blau in grün verwandelt. Unter anderem war eine Umwälzanlage defekt gewesen. Die Organisatoren betonen, dass es für die Athleten keine Gefahr gibt.

dpa

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