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Schon einmal Wirbel um Tickets in Brasilien bei WM

Olympia Schon einmal Wirbel um Tickets in Brasilien bei WM

Ticketskandal in Brasilien - war da nicht schon mal was? Vor zwei Jahren sorgte während der Fußball-Weltmeisterschaft ein skurriles Kräftemessen zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und einem mächtigen Vertriebspartner des Weltverbandes für ähnlichen Wirbel.

Dem IOC droht nach der Festnahme eines führenden Mitglieds wegen Verdachts von Ticketschwarzhandel ein schwerer Imageschaden.

Quelle: Antonio Lacerda

Rio de Janeiro. Im Mittelpunkt: ein britischer Topmanager, der für einen FIFA-Vertragspartner arbeitete. Damals wie heute die Kulisse: ein Hotel in Rio de Janeiro. Damals wie heute der Vorwurf: illegaler Tickethandel.

Der Manager war in seiner Suite im noblen Hotel Copacabana Palace an der Avenida Atlântica vorübergehend festgenommen worden. Es erging ein Haftbefehl, es gab Gerüchte über eine Flucht. Diese wurden dementiert, er sei bei seinen Anwälten, hieß es. Die Affäre sorgte tagelang für Negativschlagzeilen während des Turniers.

Dem Manager war vorgeworfen worden, einer Ticketschieberbande Zugang zu WM-Eintrittskarten verschafft zu haben. Die Anschuldigung war Teil der Ermittlungsergebnisse einer groß angelegten Polizeiaktion ("Operation Jules Rimet"). Insgesamt zeigte die Staatsanwaltschaft zwölf Personen an und erließ gegen elf Haftbefehle.

Sie waren nach Überzeugung der Polizei Mitglieder eines Ticket-Dealerrings, der WM-Eintrittskarten zu stark überhöhten Preisen verkauft haben soll. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft lauteten auf: aktive Korruption, illegaler Tickethandel, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche.

Das Unternehmen verteidigte seinen Top-Manager und übte harsche Kritik an den Ermittlern. Selbst die brasilianische Regierung meldete sich zu Wort. Sportminister Aldo Rebelo wies die Anschuldigungen zurück und betonte die Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung in Brasilien.

Drei Wochen nach seiner Festnahme am 14. Juli 2014 wurde der Manager wieder freigelassen. Im Februar 2015 wurde das Verfahren eingestellt - weil die Beweise nicht ausreichten, wie ein Gericht in Rio urteilte.

dpa

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