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Ruhe bewahren trotz Lotterie: Deutschland-Achter legt los

Olympia Ruhe bewahren trotz Lotterie: Deutschland-Achter legt los

Das Finale der Achter ist aus deutscher Sicht Höhepunkt aller olympischen Ruder-Regatten. Die Grundlage für ein weiteres Mal Gold will das Paradeboot am Montag legen - wenn es darum geht, Kräfte sparen zu können und sich eine weitere Wind-Lotterie zu ersparen.

Rio de Janeiro. Von einem vollgelaufenen Boot und einer abgebrochenen Trainingseinheit will sich der Deutschland-Achter nicht vom Gold-Kurs abbringen lassen. "Nerven bewahren, ruhig bleiben, abwarten", sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer.

Zuvor musste das Paradeboot des Deutschen Ruderverbands wegen der starken Winde auf der Lagoa Rodrigo de Freitas seine Einheit am Tag vor dem ersten Wettkampf nach nur 20 Minuten auf dem Wasser beenden.

Von einem Fehler, die Wettkämpfe in diese Lagune zu vergeben, wollte der Bundestrainer zwar nicht sprechen. "Es ist eher die Sorge, dass man nicht das zeigen kann, was man drauf hat. Bei so einem Wetter wäre es eine Lotterie", sagte er. "Es lohnt sich aber nur, sich einen Kopf zu machen, über Dinge, die man ändern kann." Die Einheit verlegte die Crew um Schlagmann Hannes Ocik auf die Ergometer im Olympischen Dorf.

Um 14.20 Uhr deutscher Zeit soll es am Montag in Brasilien im Vorlauf zum ersten olympischen Kräftemessen mit den USA und Polen kommen. Dann gilt es, sich unter Wettkampfbedingungen auf die schwierigen Windverhältnisse einzustellen, die vor allem den kleineren Bootsklassen zum Auftakt am Samstag das Leben schwer machten und am Sonntag für eine komplette Absage aller Rennen führten.

Trotz allem bleibt das Ziel, mit einem Sieg am Montag den direkten Finaleinzug klarzumachen. Ein kräftezehrender Hoffnungslauf vor dem Endlauf würde unnötig Energie kosten. Gut fürs Ego und die Stimmung an Bord wäre er auch nicht.

Denn das Selbstvertrauen und das Bewusstsein um die eigene Stärke spielt eine große Rolle. Nach London reiste das Paradeboot des Deutschen Ruderverbands 2012 mit der unfassbaren Serie von 34 Rennen ohne Niederlage. Zweifel an der Favoritenrolle gab es nicht im Ansatz. In einem packenden Finale gegen starke Briten gab es Gold.

"Wenn ich daran zurückdenke, bekomm ich heute immer noch eine Gänsehaut. Aber jetzt wollen wir unsere eigene Geschichte schreiben. Und dazu sind wir auf einem guten Weg", sagte der 25 Jahre alte Ocik. Vor vier Jahren jubelte er noch als Zuschauer auf der Tribüne.

Fünf der neun Besatzungsmitglieder von damals sind dagegen noch an Bord, Gold ist erneut das Ziel - doch die Ausgangssituation ist dieses Mal eine andere. 2013, 2014 und 2015 musste sich der Achter in den WM-Finals jeweils Großbritannien geschlagen geben. Erst bei der EM in Brandenburg lag Deutschland - bei widrigen Windbedingungen - wieder vorne.

dpa

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