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Rom zieht Olympia-Bewerbung 2024 zurück

Sportpolitik Rom zieht Olympia-Bewerbung 2024 zurück

Es hatte sich abgezeichnet, nun ist es offiziell: Rom zieht seine Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 zurück. Mit dem Nein des Stadtrates endet Italiens Olympia-Traum ein zweites Mal im Fiasko.

Virginia Raggi teilt die Entscheidung Roms mit: Kein Olympia.

Quelle: Alessandro Di Meo

Rom. Zehn Monate nach dem Nein Hamburgs steigt Rom als ein weiterer Kandidat aus dem Rennen um die Olympischen Spiele 2024 aus.

Der Stadtrat stimmte in einer Sondersitzung mit 30:12 gegen die Bewerbung und folgte damit der Linie von Bürgermeisterin Virginia Raggi, die die Olympia-Bewerbung ablehnt. Nach dem Nein des Gremiums ist die Kandidatur von Italiens Hauptstadt gescheitert.

Auch Hamburg und Boston hatten sich bereits aus dem Rennen um die Spiele 2024 verabschiedet. Mit Los Angeles, Paris und Budapest bewerben sich damit noch drei Städte um die Ausrichtung der Spiele in knapp acht Jahren. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet im September 2017 in Lima über den Ausrichter.

Raggi hatte vergangene Woche erklärt, dass sie die Kandidatur nicht unterstützt und dies vor allem mit den hohen Kosten begründet. "Es gibt keine Nachhaltigkeit für solche Veranstaltungen", sagte sie. "Olympische Spiele sind ein Traum, die sich an einem gewissen Punkt in einen Alptraum verwandeln." Für Italiens Olympia-Befürworter ist es nach dem Aus der Bewerbung Roms für 2020 aus finanziellen Gründen der zweite heftige Rückschlag innerhalb weniger Jahre.

Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (Coni), Giovanni Malagò, und Regierungschef Matteo Renzi hatten Raggis Veto scharf kritisiert. "Wenn man Nein sagt, Angst hat, vor einer großen Herausforderung zurückzieht, anstatt ihr ins Gesicht zu sehen, hat man den Beruf verfehlt", sagte Renzi. Italiens Glaubwürdigkeit sei beschädigt.

Malagò hatte bereits angekündigt, ein Nein würde das Ende aller Olympia-Träume in Italien für viele Jahre bedeuten. Viele Römer halten Raggis Linie jedoch für richtig, da die Stadt auch ohne Großprojekte im Chaos versinkt.

dpa

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