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Olympiasiegerin Kelmendi geht gegen Doping-Kontrolle vor

Olympia Olympiasiegerin Kelmendi geht gegen Doping-Kontrolle vor

Judo-Olympiasiegerin Majlinda Kelmendi geht gegen eine umstrittene Doping-Kontrolle aus dem Juni vor. Der Test der französischen Anti-Doping-Agentur werde von der Athletin und ihrem Trainer angefochten, teilte der Internationale Judo-Verband (IJF) mit.

Rio de Janeiro. Die deutsche Europameisterin von 2015, Martyna Trajdos, war nach Angaben des Deutschen Judo-Bundes (DJB) auch von der Doping-Kontrolle im Juni in Frankreich betroffen. Demnach war bei einem internationalen Trainingslager eine französische Kontrolleurin ohne offizielle Akkreditierung aufgetaucht und hatte von einigen Athletinnen Doping-Proben verlangt. Trajdos lehnte den Doping-Test nach Rücksprache mit der IJF ab. Anschließend meldete der DJB den Test nach eigenen Angaben bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur Deutschlands (NADA).

"Der Fall ist uns bekannt. Der DJB hat uns informiert", teilte eine NADA-Sprecherin mit. Es handele sich allerdings nicht um eine Kontrolle der NADA, "daher ist auch nicht "eine Verweigerung in Abstimmung mit der NADA" erfolgt", hieß es. Die französische Anti-Doping-Agentur AFLD und der IJF seien für den Fall verantwortlich und würden diesen bearbeiten, erklärte die Sprecherin.

Kelmendi war am Sonntag die erste Olympiasiegerin des Kosovo geworden. Die Judoka hatte in der Klasse bis 52 Kilogramm in Rio de Janeiro die Goldmedaille gewonnen. Trajdos kämpft am Dienstag in der Klasse bis 63 Kilogramm bei den Olympischen Spielen.

dpa

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