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Olympia 2016
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Neymar "zaubert" im Kampfspiel gegen Kolumbien

Olympia Neymar "zaubert" im Kampfspiel gegen Kolumbien

Halbfinale, noch ein Sieg bis zum Endspiel für Brasiliens Fußballer. Neymar trifft erstmals seit 501 Minuten bei Olympia und bereitet vor. Nach dem Erfolg gegen Kolumbien ist vor dem Spiel gegen Honduras - und womöglich einem Finale gegen Deutschland.

Kapitän Neymar mit seinem ersten Turniertreffer.

Quelle: Alan Morici

São Paulo. Fouls, Rudelbildung, aber am Ende jubelnde Brasilianer angeführt von Kapitän Neymar. Der Gastgeber steht nach einem 2:0 (1:0)-Sieg im hitzigen Viertelfinale gegen Kolumbien in der Vorschlussrunde des Fußball-Turniers.

Brasilien trifft im Halbfinale am Mittwoch in Rio de Janeiro auf Honduras, die deutsche Mannschaft von Trainer Horst Hrubesch spielt in São Paulo gegen Nigeria.

Mit ausgebreiteten Armen ließ sich Neymar am Samstag feiern. Endlich gelang dem Superstar der Seleção der erste Treffer beim Turnier, das die Mannschaft auch als Wiedergutmachung für die WM-Schmach vor zwei Jahren nutzen will. In der zwölften Minute brachte der 24-Jährige vom FC Barcelona seine Mannschaft in Führung. Aus etwa 25 Metern verwandelte Neymar einen direkten Freistoß vorbei an einer Mauer, die aus drei eher unkoordiniert nebeneinander platzierten Spielern bestehend diesen Namen nicht mal im Ansatz verdient hatte.

"Neymar zaubert", schwärmte aber das brasilianische Online-Sportportal "Lance". Tatsächlich war es nach bisher schwachen Auftritten zum ersten Mal während des olympischen Turniers eine ordentliche Leistung des Hochbegabten aus dem Rekordweltmeister-Land.

Es war Neymars erstes Tor bei Olympia nach 501 Minuten. In London 2012 hatte er zuletzt getroffen, mit einem Elfmeter beim 3:2 im Viertelfinale gegen den jetzigen Halbfinalgegner Honduras. "Er ist der richtige Kapitän und ein sehr wichtiger Spieler für uns", sagte Mitspieler Luan über Neymar. Zusammen besorgten beide den zweiten Treffer. Nach Zuspiel von Neymar zog Luan aus 20 Metern ab. Kolumbiens Keeper Cristian Bonilla stand etwas vor seinem Kasten und war dadurch machtlos, als sich der Ball hinter ihm ins Tor senkte.

Sieben Minuten vor Schluss war damit der Sieg in der Arena Corinthians in São Paulo besiegelt. Der souveräne Auftritt gegen die Kolumbianer werde dem Team nun Sicherheit geben, sagte Abwehrspieler Marquinhos. Immer wieder war die Partie durch zahlreichen Fouls unterbrochen worden, Rudel bildeten sich. Glück hatte dabei auch Neymar, dass ein äußerst beherztes Einsteigen in der ersten Halbzeit nicht weiter geahndet wurde.

Und so kann er sich nun auf das vorbereiten, was sich alle Brasilianer schon vor zwei Jahren gewünscht hatten - den erhofften Final-Einzug. 2014 schied die Heimmannschaft nach der demütigenden 1:7-Niederlage gegen Deutschland im Halbfinale aus. Diesmal wartet ein Gegner aus Mittelamerika. "Honduras ist ein gutes Team, wir werden sie analysieren und sind bereit", sagte Marquinhos und freute sich auf den ersten Olympia-Auftritt in Rios legendärem Maracanã. "Das ist ein Traum, ein Traum jeden Brasilianers, ein Traum von uns allen." Einer, der nicht mit einem bösen Erwachen so kurz vor dem Finale enden soll.

dpa

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