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Nach Ärger um Boxen: Verbandschef verteidigt Kampfrichter

Olympia Nach Ärger um Boxen: Verbandschef verteidigt Kampfrichter

Trotz heftiger Kritik an einigen Urteilen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hat der Präsident des Box-Weltverbandes AIBA die Kampfrichter insgesamt verteidigt.

AIBA-Chef Wu Ching-Kuo verteidigt die Kampfrichter.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Rio de Janeiro. In einem Interview der Nachrichtenagentur AP sagte AIBA-Chef Wu Ching-Kuo, er habe im Sieg des Russen Jewgeni Tischtschenko im Schwergewichts-Finale gegen den Kasachen Wassili Lewit nichts Falsches entdecken können. Eine anschließende interne Prüfung habe nichts anderes ergeben. Die Zuschauer hatten dagegen gebuht, Beobachter sprachen von einem skandalösen Urteil.

Die AIBA hatte eine ungenannte Zahl von Kampf- und Ringrichtern von den Spielen abgezogen. Wer nicht kompetent sei, werde suspendiert, betonte Wu. Der Taiwanese übte allerdings auch scharfe Kritik am Iren Michael Conlan. Der Bantamgewichtler hatte der AIBA nach seinem Viertelfinal-Aus vorgeworfen, von Korruption durchzogen zu sein. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) habe dies als total inakzeptabel bezeichnet. "Man kann Menschen nicht erniedrigen. Er hat sich in eine sehr schwierige Position gebracht", sagte der AIBA-Chef.

Wu plant für die nächsten Sommerspiele 2020 in Tokio Reformen. So sollten statt drei zufällig ausgewählten Wertungen künftig die Urteile aller fünf Punktrichter einfließen und öffentlich gezeigt werden. Zukünftig sollten die Kämpfe über fünf statt drei Runden à drei Minuten gehen und möglicherweise mit freiem Oberkörper ausgetragen werden. Die Reformen sollen weitere Profis zu Olympia locken. Bei den Frauen soll nach Wus Wunsch bei Wettbewerben getestet werden, wie bei den Männern ohne Kopfschutz zu boxen.

dpa

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