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Olympia 2016
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Kerber und Siegemund im Achtelfinale

Olympia Kerber und Siegemund im Achtelfinale

Ein Damen-Duo hat im olympischen Tennis-Turnier den Sprung in das Achtelfinale geschafft. Und es spricht einiges dafür, dass der Weg von Angelique Kerber und Laura Siegemund am Dienstag noch nicht enden muss.

Rio de Janeiro. Trotzdem ist die Laune im deutschen Team nicht die beste.

Kerber und Siegemund wollen mit ihrem Viertelfinaleinzug bei Olympia die getrübte Stimmung im deutschen Team aufhellen. "Wir wollten alle mehr. Jetzt haben wenigstens Angie und ich unseren Job gut gemacht", sagte die deutsche Nummer zwei Siegemund am Montag nach dem Erreichen des Achtelfinals bei den Spielen in Rio de Janeiro.

Nach dem Verletzungspech von Dustin Brown fiel auch Philipp Kohlschreiber mit einer Stressfraktur im Fuß aus. Die Bilanz bei den Herren fiel ebenso wie bei den drei Doppeln ernüchternd aus, kein Deutscher trat in der zweiten Runde an. Von anfangs insgesamt sieben Einzel-Teilnehmern sind nur noch zwei - Kerber und Siegemund - dabei.

"Die Stimmung war schon ein bisschen im Eimer", sagte Siegemund zu den Blessuren und enttäuschenden Auftritten. "Das ist für uns alle traurig und schade", meinte Kerber.

Die Australian-Open-Siegerin selbst steigerte ihre Leistung in ihrem Zweitrundenmatch und behauptete sich am Ende souverän 6:4, 6:2 gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard. Am Dienstag will sie im Achtelfinale auch die frühere US-Open-Siegerin Samantha Stosur aus dem Weg räumen. Die vergangenen drei Vergleiche auf Hartplatz entschied sie für sich.

Auch die 28-jährige Siegemund rechnet sich realistische Chancen gegen die Belgierin Kirsten Flipkens aus. Mit einem problemlosen 6:2, 6:4 über die Chinesin Zhang Shuai qualifizierte sich die Metzingerin für die nächste Runde. "Das war einfach ein Bomben-Match", sagte die Schwäbin glücklich. "Gegen Flipkens wird es nun ganz zäh. Sie gibt einem viele Wege. Man muss jeden Punkt fünfmal gewinnen." 

Der Deutsche Tennis Bund liebäugelt mit der ersten Einzel-Medaille seit 16 Jahren, als Tommy Haas in Sydney Silber holte. Kerber hat mit ihrem Grand-Slam-Erfolg in Melbourne und dem Finale in Wimbledon Erwartungen geweckt. Bei ihrer Olympia-Premiere vor vier Jahren in London kam für die Linkshänderin im Viertelfinale das Aus. Nun will sie sich nicht damit beschäftigen, dass es nicht für eine Medaille reichen könnte.

Gegen die frühere Wimbledon-Finalistin Bouchard hatte Kerber die vergangenen drei Partien verloren. Diesmal geriet sie bei ihrem ersten Auftritt auf dem ungewohnt weitläufigen Centre Court im Olympic Park nur anfangs unter Druck, als sie 1:4 zurücklag. "Klasse Vorstellung", meinte Bundestrainerin Barbar Rittner. 

Mit dem vierten Matchball feierte die deutsche Topspielerin ihren ersten Sieg über die Kanadierin seit den US Open 2013. "So eine Revanche zu nutzen, gibt immer Selbstvertrauen für die nächsten Runden", blickte Kerber voraus. "Ich wusste, ich muss nur auf mich schauen. Ich habe gut gespielt."

Kohlschreiber wollte am Montag ins Flugzeug nach Deutschland steigen. Eigentlich hätte er gegen den slowakischen Weltranglisten-111. Andrej Martin antreten sollen. Doch wegen seiner Fußverletzung muss der Augsburger "vier bis acht Wochen" pausieren und fällt damit voraussichtlich auch für die US Open aus, die am 29. August beginnen. Er war der letzte verbliebene deutsche Profi, nachdem sich Dustin Brown am Vortag einen doppelten Bänderriss zugezogen hatte. "Das ist wirklich traurig", sagte Kohlschreiber und fügte an: "Ich werde 33, ich weiß nicht, ob ich noch mal Olympische Spiele spielen werde."

dpa

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