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Kenia löst nach Skandalen nationales OK auf

Olympia Kenia löst nach Skandalen nationales OK auf

Missmanagement und Doping-Vorwürfe belasten Kenias Sportfunktionäre. Nun löste die Regierung das nationale Organisationskomitee auf.

Hassan Wario ist Kenias Minister für Sport, Kultur und Kunst.

Quelle: Daniel Irungu

Nairobi. Die kenianische Regierung hat wegen verschiedener Skandale kurz nach den Olympischen Spielen die Auflösung des Nationalen Olympischen Komitees angeordnet.

Eine unabhängige Kommission solle die im Zusammenhang mit den Spielen in Rio de Janeiro begangenen Fehler aufarbeiten, erklärte Sportminister Hassan Wario Arero. Kenias Leichtathletik-Chef Michael Rotich wurde während Olympia schon wegen des Verdachts auf Doping-Beihilfe nach Hause geschickt.

Unter anderem habe es Probleme bei der Unterkunft und der Reiseplanung der Athleten gegeben. Auch bei der Bereitstellung von Sportausrüstung gab es demnach Probleme. Teilweise erreichten Ausrüstungsgegenstände die Sportler nie, wie der Minister erklärte.

Trotz allem könne Kenia stolz darauf sein, dass es trotz anhaltender Doping-Vorwürfe an den Spielen teilnehmen durfte. "Diese Tatsache markiert einen großen Fortschritt bei der Wiederherstellung des Images des kenianischen Sports, und der Leichtathletik im Besonderen, gegenüber der Weltöffentlichkeit", erklärte der Minister.

In Anspielung auf Russland fügte er hinzu, es habe "mächtigere Staaten" gegeben, die von der Welt-Doping-Agentur (WADA) die Rote Karte erhalten hätten. Für Kenia waren die Wettkämpfe in Rio mit insgesamt 13 Medaillen die bislang erfolgreichsten Olympischen Spiele.

dpa

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