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Kapitän Fürste dankt ab - Altenburg will Trainer bleiben

Olympia Kapitän Fürste dankt ab - Altenburg will Trainer bleiben

Ihre Bronze-Medaille feierten die Hockey-Herren im Deutschen Haus in Rio de Janeiro goldreif. Hockey-König Moritz Fürste bat tags drauf um Befreiung von der Pressekonferenz, Altenburg will Bundestrainer bleiben.

Die Hockey-Herren feierten im Deutschen Haus bis in die frühen Morgenstunden.

Quelle: Friso Gentsch

Rio de Janeiro. Die deutschen Hockey-Herren sind ihrem Ruf als Feierbiester wieder einmal gerecht geworden. Die Bronze-Party in Rio de Janeiro war selbst um 4.00 Uhr noch in vollem Gange, wurde jedoch mit der Schließung des Deutschen Hauses am frühen Freitagmorgen abrupt beendet.

"Das war einmal GAR NICHTS @DOSB ein deutsches Haus das die Athleten rausschmeißt.... das muss uns einer erklären", hatte Kapitän Moritz Fürste wütend in Richtung Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) getwittert.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann erklärte die Entscheidung am Morgen danach auf der täglichen Pressekonferenz: "Alles hat ein Ende - und so eben auch die Nächte im Deutschen Haus. Um circa drei Uhr ist eine Sicherheitslage entstanden, dass entschieden wurde, jetzt müssen wir langsam sicher runterfahren. Die eine oder andere Stunde mehr könnte zum Problem werden."

Fürste, der vor dem 4:3-Erfolg im Penaltyschießen gegen die Niederlande am Donnerstag seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hatte, fehlte indes auf dem Podium. "Mo hat wahrscheinlich die drei emotionalsten Tage seines Lebens hinter sich, eine Achterbahn der Gefühle. Er hat mir heute Morgen gesagt, dass er das nicht mehr packt und die Zeit gern mit seiner Familie verbringen möchte", sagte Bundestrainer Valentin Altenburg.

Wenige Stunde zuvor hatte sich der 31-Jährige auch beim Feiern als Leitwolf präsentiert, seine Teammitglieder ordentlich angepeitscht und ihnen eine Champagner-Dusche verpasst. Dass die Nachwirkungen der Party am Fehlen des Hamburgers schuld seien, wies Altenburg jedoch entschieden von sich: "Nein!"

Nach den Olympischen Spielen wird das Team erstmals nach elf Jahren ohne Fürste auskommen müssen, einem zweifachen Olympiasieger, Welt- und Europameister. "Mo ist der König des Hockeys und wenn der König abdankt, dann beginnen neue Zeiten. Diese Chance werden wir aktiv eingehen", sagte Altenburg, der das deutsche Hockey auch ohne den Welthockeyspieler von 2012 gut aufgestellt sieht.

Altenburgs eigene Zukunft als Herren-Coach steht indes noch in den Sternen. "Valentin ist der Projekt-Trainer Rio. Definitiv wird er die U21-WM in diesem Jahr betreuen. Alle weiteren Dinge passieren, wenn wir wieder in Deutschland sind", meinte Verbandschef Wolfgang Hillmann. Altenburg selbst hat in Rio indes Gefallen an der Aufgabe gefunden und möchte unbedingt weitermachen: "Ich habe Riesenlust. Das ist bekannt und jetzt nach Olympia noch mehr geworden. Der Ehrgeiz ist geweckt. Das letzte Spiel am besten zu spielen, ist eine Riesenleistung. Aber nächste Mal möchte ich das im Finale haben."

Als möglicher Kandidat für den Herren-Posten gilt jedoch auch der aktuelle Damencoach Jamilon Mülders. "Wir machen in Rio keine Aussagen dazu, wie wir uns in Zukunft in der Personalentwicklung verhalten", sagte Hillmann - es klingt, als sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen. 

dpa

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